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Motivation Sunday #3

Bevor ich beginne euch etwas zum Thema Ängste zu erzählen, möchte ich euch die Geschichte vom kleinen Ben erzählen.

Ben ist 11 Jahre alt. Er geht in die 5. Klasse einer Gesamtschule. Ben hat viele Freunde, einige Hobbys und pflegt ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern. Ben ist zufrieden. Glücklich. Gäbe es da nicht dieses eine Problem. Ben hat Angst…

Es gibt da in seiner Schule diese paar gemeinen 8-Klässler. Regelmäßig nehmen sie ihm seine Pausenbrote ab. Pünktlich klingelt es zur zweiten großen Pause. Ben geht in die Aula, um sich dort mit seinen zwei besten Freunden aus seiner Parallelklasse zu treffen. Da passiert es schon wieder… Kurz vor der Treppe fangen ihn die „größeren Jungs“ ab. „Gib mir deine Pausenbrote“, sagt der Anführer und lauteste der Gruppe.

Monatelang dauert diese Situation schon an. In einer fast schon beängstigenden Regelmäßigkeit drückt Ben seine Brote an die Gruppe der Halbstarken ab. Darüber reden tut er mit Niemandem. Das alles ist ihm peinlich, er fühlt sich schwach.

Ben fängt an viel über die Situation nachzudenken. „Mache ich selbst etwas falsch? Bin ich selbst sogar der Auslöser für meine unbequeme Situation?“ Ben merkt, wie er bereits im Unterricht unruhig wird. Es fällt ihm schwer sich zu konzentrieren. Das alles macht ihm mächtig zu schaffen. Ihn beschäftigt nun fast rund um die Uhr, wie er der Situation entkommen kann. Nur eines macht er nicht. Handeln. Und so gibt er weiter Tag für Tag seine Brote ab.

Aber heute. Ab heute wird sich etwas ändern! Wieder stehen die größeren Jungs vor ihm. Sagen er solle so schnell wie möglich seine Brote rausrücken. Ben hat Angst. Und dennoch sagt er heute – NEIN. Nein zu den Jungs, nein zu der Situation und vor allem „NEIN“ zu seiner Angst.

Was nun? Ben steht einfach nur so da und wartet gespannt auf die Reaktion der Jungs. Doch es passiert nichts. Die Jungs machen noch ein paar dumme Sprüche und ziehen daraufhin lachend weiter. Ben ist baff, perplex. War das nun alles SO einfach?

Die Antwort auf die Frage lautet natürlich leider nicht immer „Ja“. Eines steht aber fest. Du musst dich deinen Ängsten stellen. Wenn du deine Probleme, Sorgen oder Ängste Tag für Tag immer weiter aufschiebst, dann wird sich an deiner Situation nichts ändern. Klar – du gehst ein Risiko ein. Das Risiko etwas zu versuchen und zu scheitern. Wichtig ist aber – halte dir deine Alternativen vor Augen. Auch Ben hätte ewig so weiter leben können. Ben jedoch hat sich dagegen entschieden. Genau diese Mentalität möchte ich heute in dir wecken. Sag ja zu Problemen, sag ja zu Herausforderungen und sag vor allem JA zu deinen Ängsten.

Lass es nicht zu, dass Ängste dein Leben bestimmen und dich in deiner Lebensqualität einschränken. Wie schnell so etwas passieren kann, siehst du am Beispiel von Ben. Lass dich auf dein Leben ein. Voll und ganz. Mit allem was dazu gehört. Nur so wirst du deine Ängste besiegen und Herausforderungen meistern können.

Es ist ok Angst zu haben. Entscheidend ist, wie du mit deiner Angst umgehst! Ich weiß, dass du mehr kannst. Ich weiß, dass du es schaffen kannst deine Ängste zu besiegen. Ich glaube an dich und ich möchte, dass du das ab heute auch tust!

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9 Kommentare

  • Avatar
    Celine
    21. Februar 2016 at 19:46

    Vielen Dank!
    Dafür, dass ihr beide einfach wundervokle Vorbilder seid.
    Dafür, dass ihr mir seit Monaten Kraft gebt.
    Dafür, dass ihr mich dazu ermutigt, mich meinen Ängsten zu stellen.
    Dafür, dass ihr mich inspiriert.
    Dafür, dass ich anfange, mich so zu akzeptieren wie ich bin.
    Bitte hört niemals damit auf!

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    Lisa Lübeck
    21. Februar 2016 at 21:38

    So toll geschrieben! 🙂

    Ich habe von meinem papa mal ein verbot bekommen. Ich hsbe das wort ANGST früher ständig in meinem wortschatz gehabt.. mein papa hat damals zu mir gesagt, Lisa ersetzte dieses wort mal mit respekt und probier dich den dingen zu stellen, vor denen du respekt hast – seid dem klappt es viel besser, mit hürden umzugehen, wo ich früher vielleicht dachte – ich scheitere eh dran! 🙂

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    Desirée
    21. Februar 2016 at 21:41

    Super Text, Jan! Sehr schön geschrieben und trifft genau auf den Punkt. Super motivierend zum Wochenanfang! Danke 🙂

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    jessica
    22. Februar 2016 at 6:51

    Ein schöner Text!
    Ich leide an panikattacken und auch habe auch angst vor der Angst. Es ist sehr schwierig da raus zu kommen, denn der Kopf entscheidet selbst was er will und was nicht. Sport soll dabei sehr gut helfen. Leider hatte ich einen angst Attacke im Fitness studio. Seitdem meide ich es 🙁 vielleicht geht es ja auch anderen so und haben ein paar Tips? Habt einen schönen tag!

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      Hanna
      29. Februar 2016 at 15:25

      Hallo!! Ich wollte dir nur sagen, dass ich auch solch eine Angst vor der Angst hatte. Mir hat es unheimlich geholfen meine aktuelle Lebenssituation zu hinterfragen und als ich gemerkt habe, dass es wohl meine berufliche Situation ist, die mich unzufrieden stimmt und auch belastet, habe ich entschieden zu kündigen. Ich bin in eine neue Stadt gezogen und gehe nun mit 24 noch studieren. Meine Panikattacken sind seit dem kaaaaaaum noch da. Ich habe es sehr gut in den Griff bekommen, weil ich mit meiner Lebenssituation nun im Reinen bin und mich Viel mehr freue 🙂 vielleicht kann dir dies ja etwas helfen 🙂 und vor allem geeeeh ins Fitnessstudio. Was kann dir dort schon passieren? Die schlimmste Situation dort hast du ja schon erlebt und vor allem überlebt. Was kann schon noch kommen? Das schaffst du und du wirst dich danach h toll und stark fühlen, es geschafft zu haben. 🙂

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    Sarah
    22. Februar 2016 at 7:12

    Wieder mal ein Super Text! Echt eine super Idee, Jan 🙂 Ich freue mich schon richtig drauf, Montags direkt deinen Beitrag zu lesen und motiviert in die neue Woche zu starten 🙂 Weiter so ihr beiden!!

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    Lea
    22. Februar 2016 at 7:27

    Super motivierender Text! Für mich persönlich der beste von den dreien bis jetzt, weiter so ich freue mich schon auf Sonntag! 🙂

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    Anna
    22. Februar 2016 at 21:51

    Danke Danke Danke! Ich folge euch beiden nun schon ein Weilchen und ihr tut- ich glaub nicht nu

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    Anna
    22. Februar 2016 at 21:55

    Dankedankedanke! Ich folge euch nun schon ein Weilchen und ihr seid obermegahammer. 🙂 die Motivation, die Kraft und die Herzlichkeit die ihr mir bzw. ins Followern gibt, ist nicht in Worten zu fassen!
    Und ich freue mich seit kurzem die Woche mit den #motivationsunday zu starten! 😉 sehr gut geschrieben!
    Ihr seid ein tolles Team- macht weiter so!

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