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Mein erster 21 Kilometer- Lauf

Ich war schon immer eine kleine Abenteurerin. Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt hatte, dann gab es dafür auch eine Lösung. Manchmal mit nur einem Anlauf. Manchmal aber auch mit gefühlten 43242 Anläufen. Wichtig ist nur: nach dem 43241. Anlauf immernoch nicht aufzugeben. Und genau so verhält es sich auch beim Laufen.

Vor zwei Jahren schnürte ich mir zum ersten Mal meine Laufschuhe. Von Läuferregeln und der richtigen Atemtechnik hatte ich überhaupt keine Ahnung. Und das war gut so! Ich finde man muss Dinge ausprobieren, bevor man viel zu viel darüber nachdenkt. Nachdenken verunsichert uns Menschen oft und führt dazu, dass wir aus Sicherheitsgründen schneller aufgeben. Ich bin eher so der „Macher“- Typ. Idee entwickelt und sofort umgesetzt. Das schöne daran: ich spüre danach oder dabei meine Fehler am eigenem Leib (sei es beim Sport, beim Kochen oder beim Entwurf einer Excel- Tabelle) und setze mich danach intensiv mit dem Problem auseinander.

Mein erstes halbes Jahr lief ich nie weiter als 4 Kilometer. Wenn ich strikt daran dachte: „Lou, du musst durch die Nase ein- und durch den Mund ausatmen“ oder „Denk daran mit den Füßen abzurollen“, bekam ich oft Seitenstiche, hatte das Gefühl keine Luft und Power zu haben und gab ganz oft ganz schnell auf. Ich war zu verbissen. Heute weiß ich: auch beim Laufen sollte man mit Spaß an die Sache herangehen und sich auf gar keinen Fall mit anderen Läufern messen.

Fitnessblog_21km_2

Jetzt aber wieder zurück zum eigentlichen Grund für diesen Blogpost! Meine ersten 21 Kilometer. Bis gestern hatte ich bisher eine Entfernung über 12 Kilometer gemeistert und konnte danach noch stehen und reden. Vorgestern schaute ich mir dann dieses Youtube- Video an und war total motiviert. Da ich mich eh für den Halbmarathon in München angemeldet habe dachte ich mir: MACH ES LOU! Strecke rausgesucht, Jan und meine Familie informiert und schon war es soweit. Die Wetterbedingungen spielten nicht ganz mit, denn es schüttete wie aus Eimern. Aber das war mir egal. Ich war voller Adrenalin und freute mich auf die 21 Kilometer. Die Playlist war bereit zum Starten und meine Running App (Nike Running APP) zählte bereits runter. 3, 2, 1, GO!

Ich hatte für meinen Lauf 5 Schweinedinos eingeplant und war gespannt, ab welchem Kilometer sie zum Einsatz kommen sollten. Ich fing also an meine alte Busstrecke von der Schule nach Hause abzureißen. Kilometer für Kilometer. Der Regen klatsche mir ins Gesicht und meine Schminke verschmierte. ZOMBIE ALARM. Fragt mich bitte nicht, wieso ich mich geschminkt habe. Das war meine Erkenntnis des Tages: No Make- Up, better Competition!

Meine Musik war so super motivierend, dass ich gar nicht den Gedanken ans Stehen bleiben verlieren konnte. Ich hatte das Gefühl, dass der Regen von Minute zu Minute stärker wurde. Das war mega geil! Ich grinste vor mich hin. „Fußballer müssen auch 90 Minuten lang auf dem Feld durchziehen. Dann muss ich das auch!“ Ich kann euch einen Rat mit auf den Weg geben: denkt nicht soviel beim Laufen nach. Musik an und lasst in euerm Kopf einen eigenen kleinen Motivationsfilm laufen. #sportfängtimkopfan

11 Kilometer DONE. Ich fühlte mich immernoch total fit und meine Beine wurden noch nicht schwerer. Kein Schweinedino in Sicht. Dafür Adrenalin pur. Ich habe mich so auf diesen Lauf gefreut, dass es diesmal ein ganz anderes Gefühl war. Irgendwie viel schöner. Endlich war ich am Waldweg angekommen. Matsch ohne Ende und ein viel schönerer Untergrund zum Laufen. Wieder grinste ich vor mich hin.

Fitnessblog_21km_3

Das wichtige an jeder Sportart ist: man muss Gefallen daran finden! Ohne Spaß keine Erfolge. Man muss etwas Positives aus einem Lauf mit Nachhause nehmen können. Für mich ist es das Gefühl nach dem Lauf. Zu wissen, dass man etwas tolles geleistet hat und seinem Körper etwas Gutes getan hat. #unbezahlbar

17 Kilometer DONE. Und da kam ein Schweinedino zum Vorschein. „Nicht jetzt! Nicht wo ich doch gleich im Ziel bin. Nie im Leben werde ich jetzt aufgeben.“ Und weg war er. Ich muss gestehen, dass die letzten 3 Kilometer nicht angenehm waren. Meine Beine wurden schwerer und mein Kopf ließ sich nicht mehr ausschalten. „Wann bin ich endlich da. Ich kann nicht mehr.“ Ich suchte noch einmal die motivierendsten Songs aus meiner Playlist heraus.

19 Kilometer DONE. Der allerletzte Kilometer. Ich grinste bis über beide Ohren. Kopf aus, Musik an und die Zielgerade entlang laufen. Nochmal kurz daran denken, was ich bis hierhin geleistet habe. 500 Meter… 300 Meter… ZIEL!!!! Dieses Gefühl war unbeschreiblich. Ich habe mir eine neue Herausforderung ausgewählt und sie bezwingen können! Meine Komfortzone verlassen. Meine Persönlichkeit dadurch erweitert. Ich konnte es gar nicht fassen. Am Ziel stand schon Jan, um mir ein großes Glas Wasser zu reichen. 21,7 Kilometer in 2:10:23. Ich bin stolz auf mich.

Was kann ich Euch mit auf euern nächsten Lauf geben?

  • Glaubt an Euch.
  • Freut Euch auf die nächste Sporteinheit, denn nur mit Leidenschaft erreicht ihr das Ziel.
  • Sucht Euch eure motivierendsten Songs heraus.
  • Schaltet den Kopf beim Laufen aus.
  • Habt immer eine Antwort auf die Frage eurer Schweinedinos: „Warum mache ich das hier grad überhaupt?“ parat. Nur dann könnt ihr alle Reserven aus Euch herausholen.
  • Versucht zwischendurch zu grinsen. Positive Ausstrahlung.
  • Keiner von Euch muss sofort die 21 Kilometer knacken. Setzt Euch ein Ziel, mit welchem ihr euch arrangieren könnt.

Voller Vorfreude blicke ich bereits auf den 11.10.2015 in München. Dort werde ich an meinem ersten offiziellen Halbmarathon teilnehmen. Ich habe auf jeden Fall Blut geleckt und werde mich definitiv weiter steigern. Jetzt kommen die nächsten Tage aber erstmal ein paar Intervall- Einheiten dran.

Der Fit Trio Fitnessblog aus Braunschweig wünscht Euch ein schönes Wochenende und ganz viel Spaß beim Schwitzen. Sei es im Schwimmbad, auf der Liege, beim Laufen oder im Fitnessstudio 🙂

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22 Kommentare

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    Schmaresi
    28. August 2015 at 10:38

    Glückwunsch!
    Mega gut!

    Mein Ziel ist der EVL-Halbmarathon Mitte nächsten Jahres in Leverkusen.

    Du hattest auf Snapchat gezeigt welche Bücher du dir gekauft hast. Leider war ich zu langsam… Welche waren das? ????

    Weiter sp! Ihr seid toll!

    • fit_trio
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      fit_trio
      28. August 2015 at 14:32

      Ich stelle sie einfach nochmal für alle vor 🙂 Lieber Gruß

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      Schmaresi
      29. August 2015 at 19:15

      Das wäre top ???????? danke!

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    Lena
    28. August 2015 at 10:57

    Ich liebe eure Blogposts, Instagram Seite, snapchat… und freue mich immer wahnsinnig wenn ihr etwas neues Postet oder neue challenges macht. Die ich total gerne nach mache. Ihr hab so eine tolle Ausstrahlung . Durch euch macht mir sportlich sooo viel Spaß und ich bin so motiviert jetzt! Wie habt ihr das denn alles geschafft oder halt aufgebaut das ihr jetzt so berühmt seid? Ihr seid mein großes Idol????????

    • fit_trio
      Antworten
      fit_trio
      28. August 2015 at 14:32

      Also berühmt sind wir nicht, oder? haha.. ich kann es dir nicht sagen. Wir versuchen einfach authentisch zu bleiben 🙂

      Liebe Grüße

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    Milena
    28. August 2015 at 12:58

    Super Beitrag zu deinem Lauf gestern! Ich finde es toll, wie du uns immer per Snapchat auf dem Laufenden hältst, so dass wir regelrecht mitfiebern konnten 🙂 Die Snaps sind übrigens immer Motivation pur – danke, dass ihr uns so sehr an eurem Alltag teilhaben lasst!
    Alles Liebe, Milena

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    Lelei-Lena
    28. August 2015 at 14:00

    Wow! Einfach nur Wow!
    Du bist ne richtige Maschiene & ne Hammer-Frau!

    Ich finde es toll, wie du dich immer wieder motivierst und dir reslistische Ziele setzt & sie auch bezwingst! ????????

    Deine Einträge, Post’s & natürlich Snap’s sind Motivation pur für mich!

    Auch die von Jan !! (Den darf man nicht vergessen ????!)

    Ich finde es ganz toll, wie er hinter dir steht und dich zusätzlich motiviert!

    Ihr seid toll! Danke, dass es euch gibt& ihr uns an eurer Lebensfreude & Motivation teil haben lasst! Ihr seid pure Motivation für mich (:

    Ganz ganz liebe Grüße aus dem Raum Osnabrück ????????????

    • fit_trio
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      fit_trio
      28. August 2015 at 14:31

      Danke danke danke für das wirklich liebe Feedback 🙂

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    Natascha
    28. August 2015 at 14:48

    Wow Lou! Respekt!! Mehr kann ich dazu nicht sagen!

    Ihr seid meine tägliche Motivation! Bitte macht weiter so. Euer Denken ist genau so wie ich denke, das richtige Gleichgewicht zwischen Sport und Ernährung macht es aus. Danke für eure Tipps und Tricks und Motivationen! Macht bitte weiter so! 🙂

    • fit_trio
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      fit_trio
      30. August 2015 at 20:53

      Vielen lieben Dank Natascha 🙂

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    Lisa
    28. August 2015 at 21:41

    Finde ich voll toll und motivierend. Du kannst stolz auf dich sein.dein Beitrag hat mich sehr motiviert. Ich werde verstärkt laufen gehen,im Frühjahr 10km Lauf bestreiten und dann mich auch auf einen halbmarathon vorbereiten. Erstmal das erste Ziel 10km in 60min schaffen und dann lange Läufe für den halbmarathon trainieren.

    • fit_trio
      Antworten
      fit_trio
      30. August 2015 at 20:52

      Dankeschön Lisa 🙂

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    Shannon
    30. August 2015 at 0:10

    Respekt, dass du das so gemeistert hast 🙂 und übrigens: ich stand zu dem Zeitpunkt auf dem Fußballplatz und musste spielen, obwohl es aus Eimern geschüttet hat 😀 gar nicht so schlimm wie man denkt 🙂

    • fit_trio
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      fit_trio
      30. August 2015 at 20:51

      Danke Maschine 🙂

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    Martina
    31. August 2015 at 14:52

    Herzlichen Glückwunsch und natürlich Chapeau an die 21km, die du geschafft hast. Bin gerade auch dabei meine Kilometer zu laufen und habe bisher 10km geschafft. Nur bei der Hitze ist es leider etwas anstrengend. Bei kühlem Wetter will ich weitere 5km schaffen.
    Übrigens, toll wie sehr du mit dem Blog andere Jungs und Mädels motivierst 🙂

    LG
    Martina

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    Julia
    2. September 2015 at 22:16

    WOW Gratuliere zu deinem Erfolg, du bist wirklich spitze!!
    Da sieht man wieder, was man mit viel Training und einem starken Willen alles schaffen kann, kannst wirklich stolz auf dich sein!

    Ich würde so gerne mit Musik laufen, weil ich mir vorstellen kann, dass es so einfach leichter geht, aber ich bekomm, sobald ich die Musik anmache, immer sofort Seitenstechen – aus welchem Grund auch immer. Gibt es da irgendwelche Tipps? Vielleicht laufe ich einfach zu gern im Takt mit , ich weiß es nicht :’D

    Bleib so ehrgeizig und toll wie du bist! Ganz liebe Grüße

    • fit_trio
      Antworten
      fit_trio
      3. September 2015 at 7:23

      Danke liebe Julia 🙂

    • fit_trio
      Antworten
      fit_trio
      3. September 2015 at 7:24

      Du musst einfach deinen Kopf ausschalten, dich auf den Lauf und die Musik einlassen und loslaufen 🙂

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    wiebke
    4. September 2015 at 19:30

    Sehr cool 🙂 dann sieht man sich ja vielleicht in München. Werde auch für den Halbmarathon am Start stehen ??

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    Nathalie
    9. September 2015 at 10:46

    Danke für diesen tollen Beitrag – keine Woche nachdem ich ihn gelesen habe, habe ich meine Laufschuhe geschnürt und bin mal ganz locker 16km am Stück gelaufen :)! Die beste Motivation ever und ganz ohne Schweinedinos :).

    • fit_trio
      Antworten
      fit_trio
      9. September 2015 at 13:29

      Das freut uns zu hören! Schön, dass wir dich motivieren konnten,weiter sooooo 🙂

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    Stefanie
    14. September 2015 at 12:38

    Boah, Lou… so packend wie du das geschrieben hast bekomme sogar ich Bock zu laufen 😀 ich arbeite mich zwar eher an die 10 km ran, weil ich viel zu wenig laufen gehe, aber wie du schon schreibst: man muss einfach seine Wohlfühlzone verlassen und motiviert und mit Spaß an die Sache ran gehen. Toller Beitrag, Maschine! 😀 Grüüüüüße!!!

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