Jeder von uns beginnt bei Null

Ist es nicht beruhigend zu wissen, dass jeder erfolgreiche Leichtathlet, jeder erfolgreiche Inhaber eines Unternehmens, jeder Bodybuilder und überhaupt jeder Geschäftsmensch mal bei Null angefangen hat?! Ich finde schon. Zu wissen, dass sich jeder erfolgreiche Läufer auch irgendwann zum ersten Mal die Laufschuhe geschnürt hat, den ersten Kilometer mit Schnappatmungen hinter sich gelassen hat und oft die Arschbacken zusammenkneifen musste, damit er heute beachtliche Leistungen abrufen kann. Das zeigt mir, dass wir alle ganz normal sind. Kein Mensch wurde als Meister geboren. Um uns zu verbessern (egal in welchen Lebensbereichen) müssen wir bestimmte Dinge einhalten und durchziehen. Am besten nicht jammernd – lieber mit einem Lächeln.

Eine meiner Motivationsquellen (dank der lieben Maren Schiller) ist die Leichtathletik. Schon in Amsterdam war ich total aus dem Häuschen und hatte einen Heidenrespekt vor den Leistungen der Athleten. Natürlich bin ich mir dessen bewusst, dass die Athleten bei den Olympischen Spielen in Rio ihren gesamten Tagesablauf darauf auslegen, eine bestimmte Ernährung einzuhalten und Konsequent am Ball zu bleiben. Ich würde ja sagen „Das ist deren Job“. Aber ich wurde schon oft eines besseren belehrt. Vielmehr ist es zum größten Teil deren Hobby. Ich finde es einfach total beachtlich, dass sie auf Knopfdruck so krasse Leistungen abrufen können. Super gern würde ich mal mit einer Athletin ein ausführliches Interview zum Thema „Selbstliebe“, „Wettkampfphase“ und „Wie fühlst du dich nach der Wettkampfphase“ führen. Vielleicht bekomme ich irgendwann einmal die Gelegenheit dazu.

Heute tritt auch die Athletin Carolin Schäfer in Rio an. Sie ist eine deutsche Siebenkämpferin. Was das bedeutet, könnt ihr hier nachlesen. Carolin ist neben dem Sport Polizeikommissaranwärterin in Hessen. Sie hat bisher auf Meisterschaften schon zweimal Gold eingeheimst. Ich glaube, dass sie diesen Blogeintrag wohl kaum lesen wird, aber sie hat meinen vollen Respekt. Nicht nur im Sport gab es bei ihr Up’s and Downs. Sie hat sich immer wieder aus Niederschlägen zurück gekämpft und ist ein super positiver Mensch. Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass auch wir Fitnessblogger auf so tolle Leistungen aufmerksam machen. Auf Wikipedia könnt ihr hier über Carolin noch viel mehr nachlesen.

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Ich weiß, dass die aktuelle Situation in Rio nicht angenehm ist. Ich weiß auch, dass die Olympischen Spiele berechtigterweise ein heikles Thema sind. Trotzdem finde ich, dass allen Athleten eine gewisse Aufmerksamkeit zusteht. Sie haben sich das Land, in welchem sie Medaillen gewinnen möchten, nicht ausgesucht. Wer also Lust hat, sollte dieses Wochenende auf jeden Fall den Fernseher einschalten und Leichtathletik- Luft schnuppern.

Übrigens fahre ich am Monat nach Berlin, um beim NRC Run am Olympiastadion ein bisschen Athleten- Luft schnuppern zu können. Dort findet ein kostenloser Hindernislauf statt. Anmelden kann man sich hier.

Vielleicht konnte ich euch mit diesem Blogpost ein wenig motivieren. Vielleicht aber auch nicht. Ganz egal. Wichtig ist nur, dass ihr euch immer wieder vor Augen führt, dass wir alle mal bei Null gestartet sind. Wir haben unser Leben selbst in der Hand und können entscheiden, wo die Reise hingehen soll. Für mich geht die Reise immer weiter Richtung Halbmarathon im September. Auch ich habe es in der Hand, ob ich jammernd oder lächelnd im Ziel ankommen werde.

About Lou

Louisa Dellert. Neugierig, abenteuerlustig und sehr emotional. Wie das mit Nachhaltigkeit, Politik und Selbstliebe zusammenpasst? Manchmal weiß ich das auch nicht so genau. Aber lest selbst! Viel Spaß auf meinem Blog

16 Comments

  1. Avatar Meissusa sagt:

    Hallo Lou

    Viel Spaß beim Training und hinterher in Berlin !

    Olympia 2916 find ich gut????????

    Hab die Live App.

    Schönen Tag

  2. Avatar Jasmin sagt:

    Hi Lou,

    sehr gutes Thema, was du da ansprichst 🙂
    Ich denke, es gibt vielen, denen du noch die Augen öffnen kannst, weil es den meisten gar nicht so bewusst ist, dass Athleten oder Spitzensportler auch nur Menschen sind 🙂

    Ich gucke natürlich auf fleißig Olympia und habe schon die Leichtathletik-EM verfolgt (auch dank Maren 😀 )

    Liebe Grüße
    Jasmin

  3. Avatar Hannah sagt:

    Hey,
    Hätte mal ne Frage hab auf Snapchat gesehen das du mit einer kurzen Hosen joggen gehst , tut das nicht weh beim joggen ?
    Und was für eine Hose trägst du immer ?
    Ach ja und ich finde es super , dass du sagt das es wichtiger ist einen gesunden Körper zuhaben als Größe 34. Das finde ich sehr toll !

  4. fit_trio fit_trio sagt:

    Hallo Hannah 🙂
    Nein, mir tut es nicht weg beim Laufen. Ich finde es sehr angenehm.
    Die Hosen kaufe ich mir entweder bei H&M oder Nike. Ganz liebe Grüße 🙂

  5. fit_trio fit_trio sagt:

    Dankeschön 🙂 Ja, ich habe auch eine App mit Liveticker. Liebste Grüße

  6. Avatar Lottie sagt:

    Also einerseits hast du total recht, andererseits muss man sagen, dass wir natürlich nicht mehr an die Ergebnisse der Olympia-Sportler rankommen… die haben etwa 20 Jahre vor uns gestartet 😉 😀 Aber ja, grade beim Laufen merkt man das ganz krass. Grade ist man noch Anfänger – aber schon wenige Wochen später kann man richtig gut laufen und ich habe tatsächlich meinen ersten Halbmarathon nach nur 3 Monaten Training bewältigt!
    Lottie
    http://www.lottieslife.com

  7. Avatar Fanny sagt:

    Hey Lou,
    danke für den tollen Beitrag 🙂
    Ich bewundere ja auch Paula Krämer total. Sie ist frische 19, Junior Bikini Bodybuilderin / Athletin und sooo super sympathisch und authentisch 🙂 Vllt kannst du sie ja mal zu einem Interview „einfangen“, sie erzählt auch viel von Selbstliebe und ich schaue mir sie auch gern auf Snapchat an – ebenso wie dich natürlich 😉

  8. Avatar Charlotte sagt:

    Hallihallo liebe Lou,
    Super dass du das Thema ansprichst!
    Finde ich absolut klasse und leider recht selten bei Fitnessbloggern.
    Wo wirst du den Halbmarathon laufen im September?

    Sonnige Grüße aus Tel Aviv

  9. fit_trio fit_trio sagt:

    Hallo liebe Charlotte 🙂
    Ich werde den Halbmarathon in Paris mitlaufen und bin dementsprechend schon ziemlich aufgeregt 😛

  10. Avatar Janina sagt:

    Ein schöner Artikel!
    Ich finde, es ist wichtig, überhaupt erst anzufangen. Viele haben davor ja Angst, weil sie immer nur die Leute sehen, die schon länger dabei sind. Einfach den Gedanken aus dem Kopf streichen „Ich bin schlecht, weil ich das noch nie gemacht habe oder erst damit anfange“. Niemand wird als Profi geboren! Das Beste ist: Einfach machen und sich über Erfolge freuen. Der Weg ist das Ziel!

  11. Avatar Kati sagt:

    „Ich weiß, dass die aktuelle Situation in Rio nicht angenehm ist. Ich weiß auch, dass die Olympischen Spiele berechtigterweise ein heikles Thema sind. “

    Ich war in Rio und habe mir einige der Leichtathletik Wettlämpfe der Olympischen Spiele im Stadion angesehen. Ich muss sagen, dass die Stimmung in Brasilien wesentlich besser war als angekündigt und berichtet. Vielleicht ist nicht alles optimal gelaufen aber dennoch war es eine tolle Veranstaltung mit tollen Leuten und viel guter Laue! Leider werden in den Medien immer nur die schlechten Dinge beleuchtet.. Das ist natürlich meine Meinung als „Nicht-Athletin“. 🙂

  12. fit_trio fit_trio sagt:

    Schön geschrieben 🙂

  13. Avatar Jana Kim sagt:

    Großartiger Post! Ich bin auch fasziniert von Leistungssportlern… Sehr gute Leistung ist für mich ein Zeichen für eine super Disziplin und Fleiß. Und ich finde es toll, dass du noch einmal bewusst machst, dass jeder irgendwo mal angefangen hat! Von nix kommt eben nix 🙂 Aber jeder kann es in seinem Tempo machen. Bei null anfangen heißt jedenfalls anfangen <3
    Liebe Grüße, Jana Kim

  14. Avatar Anni sagt:

    Fitness bedeutet für mich gezielt dafür zu arbeiten seinen Körper gesund zu halten (durch regelmäßige Sportliche Betätigung & vor allem eine gesunde Ernährung) und dadurch in einer gewissen Form uneingeschränkt zu sein und sich in der eigenen Körper wohl & ausgeglichen zu fühlen.

  15. Avatar Anna sagt:

    Hallo liebe Lou,

    ich nehme jetzt hier an deinem Gewinnspiel für den Nikeschuh teil 🙂 Ich muss dafür ein wenig weiter ausholen.

    Was bedeutet für mich Fitness?

    Ich hab schon immer Sport gemacht. Mehr oder weniger zumindest. Ich hab ne Zeitlang nur so getan, hab einiges ausprobiert, kam aber nie richtig an. Dann habe ich angefangen mein Abitur zu machen und habe mich in einem Fitnessstudio angemeldet. Und dort habe ich das erste Mal angefangen wirklich eine Faszination für Sport zu bekommen. Wir es aber kommen musste, kamen dann die Prüfungen und ich hatte keine Zeit mehr dort hin zu gehen und so war das dann auch irgendwie pfutsch.

    Nach meinem Abitur bin ich ins Ausland, nach Tansania.Von hier schreibe ich auch gerade meinen Beitrag. Das Essen ist anders, das Klima ist anders und generell herrscht hier eine andere Lebenseinstellung.
    In Deutschland hab ich meinen Körper für meine Kurven gehasst. Ich mochte sie nicht. Ich bin auch nicht dick oder so, ich bin normal, nachdem ich sehr lange im Untergewicht war durch meine Anorexie. Jedenfalls sehe ich hier jeden Tag die Frauen mit ihrem runden Kirschpo durch die Gegend hüpfen und hab angefangen das als schön anzusehen und hab mein Bild darüber nach einem halben Jahr geändert.( Noch nicht komplett, aber vieles dreht sich). Wie es aber in so einem Jahr auch kommen muss, isst man viel. Man probiert sich durch die neuen Speisen und plötzlich steht man vor den Spiegel, mit Tränen in den Augen und denkt sich: “ Upps, dass war doch zu viel des Guten“.
    Genauso war es bei mir und ich stand dort und hab überlegt, was ich ändern kann und die erste Tagesordnung war: Sport! Und somit hab ich angefangen unter 30 Grad und Schwüle Sport zu machen. Hauptsächlich bin ich joggen gegangen und ab und zu kamen mal paar Workouts von dir mit rein. Ich hab mich verbissen dahinter geklemmt und wollte alles perfekt schaffen. Aber wer ist schon perfekt? Natürlich habe ich das nicht geschafft. Ich bin gescheitert. Ich hab zu viel von mir erwartet.
    Nach einem weiteren sehr anstrengendem Zusammenbruch mit weinen und selbstzweifeln hat mich ein Freund dazu ermutigt, dass alles anders anzugehen. Lockerer. Wenn man mal nicht joggen gehen kann, es eben auch sein zu lassen und das nicht sauer auf sich zu sein. Und oh man, war das hart für mich. Der Sport war die erste 2 Wochen eine Qual. Ich hatte immernoch Angst eine Pause zu machen und wäre am liebsten jeden Tag joggen gegangen oder hätte ein Workout gemacht. Aber ich hab mich gebremst.

    Wie sieht es jetzt nach 3 Monaten aus? Ich liebe Sport. Ich liebe es zu joggen. Ich liebe es Fit zu sein. Was gehört dazu?
    Mein Tag beginnt morgens um 5:45. Ab 6 Uhr muss ich für Kinder verschiedener Kulturen anwesend sein, Fragen beantworten und eine große Schwester sein. Und ich bin da. Ich bin nicht mehr müde, sondern fühle mich frisch und wach. Ich schaffe es bis zu 11 Stunden teilweise zu arbeiten, ohne einen Heulanfall zu kriegen und mich wieder nach Deutschland zu wünschen.
    Und vorallem gehe ich morgens ca. 3-5 Mal die Woche joggen. Ich nehme unsere Hündin an die Leine und laufe los im Beat zur Musik. Ich genieße die Zeit für mich und mache mir keinen Druck. Ich laufe einfach, lache und weiß, dass ich angekommen bin.
    Heute morgen hat es dabei angefangen in Strömen zu regen und ich bin stehen geblieben, habe durch den Regen getanzt und gelacht wie lange nicht mehr. Danach bin ich durch den Regen noch eine weitere Runde gelaufen und hatte so einen Spaß dabei, dass ich schon fast traurig war, als ich wieder ins Haus musste.
    Auf Wikipedia wird gesagt: „Unter Fitness wird im Allgemeinen körperliches und oft auch geistiges Wohlbefinden verstanden. Fitness drückt das Vermögen aus, im Alltag leistungsfähig zu sein und Belastungen eher standzuhalten.“. Und in die Richtung geht es auch für mich. Es beutet für mich zu Leben. Mein Leben zu lieben. Die Sachen, die ich tue zu lieben und das kann ich nur wenn ich fit bin. Ich arbeite bis zu 11 Stunden am Tag und muss sowohl geistlich als auch körperlich zu mindestens 80 Prozent da sein. Es bedeutet mir aber auch, mich nicht unter Druck zu setzten, mir keine unrealistischen Ziele zu setzten und dann frustriert zu sein, weil ich es nicht schaffe. Fitness ist ein Teil meines Lebens. Die Bewegung ist ein Teil meines Lebens und ich schätze es so sehr, dass ich dazu überhaupt erst die Möglichkeit habe.
    Es ist ein Privileg Fit.

    Liebe Grüße
    Anna

  16. Avatar Josi sagt:

    Wieso ich gerade das Bild kommentiere?! Ganz einfach. Der Titel passt perfekt zu meiner Situation. Ich habe im November angefangen zu Laufen. Oh man – Wahnsinn wie schnell man eine Liebe für so einen Sport entwickelt. Ich laufe nun schon 4 Monate und kombiniere meine Einheiten mit kleinen Krafttraining Einheiten. Ich steigere mich wöchentlich und sehe so tolle Erfolge – so ein geiles Gefühl!

    Was ist Fitness für mich? Fitness ist für mich vorrangig Ausgleich. Ausgleich zum Alltag. Ausgleich auch wenn ich mal eine Tafel Schoki verdrückt habe. Ausgleich wenn ich mich gerade mit meinem Partner gestritten habe oder eine Prüfung verhauen habe. Ausgleich zum ganzen Sitzen in der Uni,…
    Fitness bedeutet Spaß. Ich würde es nicht tun, wenn ich keinen Spaß dran hätte. Ich freue mich wie ein kleines Schnitzelchen über noch so kleine Erfolge.
    Fitness und Sport gibt mir neue Kraft. Körperlich, aber auch mental.

    Ich würde mich freuen wenn du dir meinen Beitrag zum Gewinnspiel durchliest, auch wenn ich einen älteren Beitrag gewählt habe und meine Nachricht nicht die kürzeste ist 😛

    LG aus Brandenburg :-*

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