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Was ist der ökologische Fußabdruck?

Wir leben auf Pump. Wir borgen uns so viel von der Natur, dass wir 1,7 Planeten bräuchten, um unsere Bedürfnisse zu stillen. 2050 werden es mindestens drei sein, wenn wir unseren Ressourcenverbrauch nicht verringern. Jedes Jahr rückt der Earth Overshoot Day weiter nach vorne. Der Earth Overshoot Day? Ganz knapp zusammengefasst beschreibt der Overshoot Day den Tag, an dem wir alle Ressourcen des Jahres verbraucht haben. Ab diesem Tag verbrauchen wir mehr natürliche Ressourcen als nachwachsen können. Und jedes Jahr gehen uns die errechneten Ressourcen früher aus. „There is no Planet B“. Aber was tun, um Ressourcen einzusparen?

Eine Möglichkeit, um das Problem Umweltbelastung anzugehen, ist das Bewusstsein über den eigenen ökologischen Fußabdruck zu vergrößern. Er soll unseren Lebensstil messbar machen. Das Modell berücksichtigt, dass alle Ressourcen, die wir zum Leben brauchen, Platz zum Nachwachsen brauchen. Es verdeutlicht, wie viel Fläche benötigt wird, um all die Energie und Rohstoffe zur Verfügung zu stellen, die wir verbrauchen. 

So wie unsere Füße im Sand, hinterlassen wir jeden Tag eine Spur in der Natur. Jeder von uns. Die einen hinterlassen dabei kleinere Abdrücke als manch andere. Wie groß euer Fußabdruck ist, könnt ihr mithilfe des Fußabdrucktests herausfinden. 

Der ökologische Fußabdrucktest

Der Fußabdrucktest kostet euch nichts. Für den Einstieg könnt ihr den Test von Brot für die Welt ausprobieren. Darin beantwortet ihr 13 Fragen aus den Bereichen Ernährung, Mobilität, Wohnen und Konsum. Dabei geht es nicht um konkrete Werte, sondern eine Schätzung. Die Fragen und Antwortmöglichkeiten sind super einfach gehalten. 

Am Ende bekommt ihr nicht nur das Ergebnis über euren ökologischen Fußabdruck. Sondern auch Tipps, wie ihr ihn zukünftig verkleinern und damit unsere Umwelt besser schützen könnt. Es bleibt euch überlassen, wie ihr das Ergebnis für euch nutzt.

Konsum und Ernährung laufen gut, wohnen könnte besser sein

Fazit meines ökologischen Fußabdrucks ist: Das Thema Ernährung und Konsum habe ich weitestgehend im Griff. Aber auch hier natürlich mit Luft nach oben. In den letzten zwei Jahren habe ich viel auf nachhaltige und wiederverwendbare Produkte umgestellt. Ich esse weder Fleisch noch Fisch.Ich esse aber Eier von den eigenen Hühnern aus unserem Garten. Ich trinke keine tierische Milch, esse aber noch Käse. Mir ist der Verzicht auf Fleisch und Fisch nicht schwergefallen, andere Nahrungsumstellungen dafür umso mehr. 

Beim Thema Heizen habe ich auch noch großen Lernbedarf. Was mir zugute kommt, ist unsere Photovoltaikanlage auf dem Dach. Zum Thema Mobilität ist mir auch hier Transparenz sehr wichtig: Ich fahre weite Strecken innerhalb Deutschlands nur noch mit dem Zug. Fliegen kommt für mich innerhalb Deutschlands nicht in Frage. Innerhalb von Hornburg, wo ich zurzeit wohne, nutze ich das Fahrrad. Zu meinem Store in Braunschweig fahre ich mit dem Auto, weil ichzeit lich flexibel sein muss und oft Produkte, Unterlagen und Kisten dabei habe. Längere Strecken fliege ich nur noch selten und sage Kooperationen ab, die in anderen Ländern stattfinden, wenn sie meiner Meinung nach keinen sinnvollen Mehrwert für die Leser und Leserinnen bieten. MIr schwarz auf weiß ganz das Fliegen verbieten tue ich nicht. Bin aber viel bewusster also noch vor zwei Jahren unterwegs. 

Zum Schluss möchte ich noch diese Inspiration mit auf den Weg geben: Tauscht öfter mal die Kleidung mit euren Freundinnen! Gerade, wenn ihr etwas Besonderes für eine spezielle Veranstaltung sucht, müsst ihr das Outfit nicht neu kaufen. Leiht es euch untereinander!

Mir ist es hier nicht wichtig, mit erhobenem Zeigefinger dazustehen, sondern das Bewusstsein zu schaffen, dass wir es in der Hand haben. Wir haben es in der Hand unseren eigenen Konsum umweltgerechter zu gestalten. Egal ob ihr bei Kleidung, Ernährung, Mobilität oder sonst etwas anfangt – fangt an. Ein Schritt nach dem anderen für eine grünere Welt.

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1 Kommentar

  • Avatar
    Jennifer
    29. Juli 2019 at 9:26

    Hey Lou!

    Vielen Dank für diesen Beitrag! Genau mit diesem Thema habe ich mich in den vergangenen Tagen sehr beschäftigt und der Test war wirklich hilfreich, um sich selbst die verschiedenen Baustellen noch einmal bewusst zu machen. Ich bemühe mich schon vieles besser zu machen, jedoch ist das Ergebnis trotzdem recht ernüchternd ausgefallen… Aber es gibt ja bekanntlich auch immer Luft nach oben.

    In diesem Zuge möchte ich dir auch hier einmal für dein tolles Engagement danken! Du machst das super und bleib auf jeden Fall so, wie du bist!

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