Alle Beiträge Nachhaltigkeit

Rügenwalder Talkrunde 2019

Anzeige. Der Klimawandel ist real. Wir wissen, dass wir etwas ändern müssen, um den Planeten, unser Zuhause, zu schützen. Es tut sich etwas in der Mitte unserer Gesellschaft. Wir gehen auf die Straße, um zu demonstrieren. Wir fahren mehr Fahrrad oder teilen uns das Auto. Wir essen weniger Fleisch und versuchen regionaler einzukaufen. Und das alles, um unseren ökologischen Fußabdruck so gut es geht klein zu halten. Der Klimafußabdruck eines Durchschnittsdeutschen liegt derzeit bei rund elf Tonnen CO2 pro Jahr. „Wenn jeder Bundesbürger nur einmal pro Woche auf Fleisch verzichten würde, könnte das zu einer jährlichen Einsparung von rund neun Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen führen“, schreibt Tanja Dräger de Teran vom WWF.

Vor einigen Wochen flatterte eine Einladung der Rügenwalder Mühle bei mir ins E-Mail Postfach. Ich sei eingeladen. Zu einer Talkrunde mit Vegetariern, Veganern, Fleischesser, Journalisten/ Journalistinnen, Influencerinnen, Verpackungs- und Klimaexperten und den beiden Geschäftsführern der Rügenwalder Mühle. Gesprochen werden sollte über den Zusammenhang zwischen Klimawandel und der Lebensmittelherstellung. Ganz konkret um die Frage, welchen Beitrag vegetarische und vegane Fleischalternativen und Unternehmen wie die Rügenwalder Mühle zum Klimaschutz leisten. Zwischen Emotionen und Ideologie empfand ich es als eine große Chance mit wichtigen Marktteilnehmern der Lebensmittelindustrie zu sprechen.

Trend oder Überzeugung?

Warum hat ein ehemals reiner Fleischverarbeiter jetzt vegane Produkte? Ein Trend oder aus Überzeugung? Verzichtet man dann irgendwann komplett auf Tierprodukte? Und wie sieht es im Bereich Packaging aus? Diese Fragen wollte ich bei der Talkrunde loswerden. Vorher hatte ich mich aber über das Unternehmen Rügenwalder Mühle erkundigt. Was dabei herauskam klingt authentisch und nachhaltig. Steckt es aber auch im Unternehmen?

2014 setzte die Rügenwalder Mühle zum ersten Mal auf vegetarische Produkte und waren damit der erste Wursthersteller in diesem Bereich, der den Schritt auf eine neue wichtige Zielgruppe zugegangen ist. Ihr Ziel und ihre Vision ist es, in den kommenden Jahren immer mehr pflanzlich basierte Produkte herzustellen. Außerdem bezieht das Unternehmen 100% Ökostrom was mich persönlich natürlich sehr glücklich gestimmt hat, da so nicht indirekt ein Kohlekraftwerk unterstützt wird.

Wirtschaftliche Sicherung und Nachhaltigkeit

In der Talkrunde, welche ich euch unten verlinke und dringend ans Herz lege einmal anzuschauen, hatten wir die Möglichkeit bekommen, die beiden Geschäftsführer Lothar Bentlage und Godo Röben mit unseren Fragen zu löchern. Das Hauptaugenmerk bei der Geschäftsführung richtet sich bei Herrn Bentlage auf die wirtschaftliche Sicherung des Familienunternehmens, für Godo Röben ist das Thema Nachhaltigkeit extrem wichtig.

Ich möchte gar nicht zu viel vorwegnehmen, was in der Talkrunde besprochen wurde. Aber ich möchte mit euch vorab mein Fazit teilen. Könnt ihr euch noch daran erinnern, dass ich mal gesagt habe, dass jeder Einkauf, den wir machen auch eine Art Stimmzettel ist? Und genau so ist es. Natürlich steht für ein Unternehmen immer der ökonomische Aspekt im Vordergrund. Schließlich trägt man auch eine große Verantwortung seinen Mitarbeitern gegenüber. Trotzdem haben wir Konsumenten die Macht darüber, was wir letztendlich im Supermarktregal sehen wollen und was nicht.

Mein Fazit

Ich persönlich esse viel frisches Obst und Gemüse. Ich esse aber auch mal verarbeitete Fleischersatzprodukte. Die Mischung macht es. Und wenn auf meinem Einkaufszettel zum Beispiel der vegane Schinken Spicker steht, dann entscheide ich mich in diesem Zusammenhang automatisch gegen Tierhaltung/ Tierproduktion. Und das versteht auch die Rügenwalder Mühle. Ich bin davon überzeugt, dass es dem Unternehmen wichtig ist, nicht nur einem Trend zu folgen. Vielmehr möchten sie in der Lebensmittelindustrie ein Trendsetter sein. Ein Unternehmen, welches verstanden hat, dass sich etwas ändern muss. Ein Unternehmen, das mit Transparenz und Offenheit den Wünschen der Konsumenten begegnet- um so viel wie möglich zu verbessern.

Ich rate euch nun dringend das Video zu schauen. Die Fragen, Anregungen und Gedanken, die zum Teil die Teilnehmer, aber auch die beiden Geschäftsführer in der Runde geteilt haben, sind wirklich interessant. Außerdem könnt ihr auf der Website der Rügenwalder Mühle noch mehr Einblicke hinter den Kulissen bekommen. Ich bin danach auf euer Feedback und eure Emotionen gespannt.

 

Das könnte dich auch interessieren

Keine Kommentare

    Hinterlasse eine Antwort