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Als ich das Buch „The Glow – Naturkosmetik selber machen“ in der Hand hielt, fühlte es sich gut an. Nein, nicht nur gut. Es fühlte sich richtig an, als ich darüber nachdachte im Badezimmer keine Produkte aus dem Drogeriemarkt mehr im Schrank stehen zu haben. Meine selbstgemachte Gesichtscreme und ein Haarshampoo aus Roggenmehl. Ich musste keine Minute länger darüber nachdenken und kaufte mir das Buch. Innerhalb weniger Stunden hatte ich es bereits durchgelesen und war Feuer und Flamme meine Kosmetik selber herzustellen. Rückblickend habe ich den Fehler gemacht und mich nicht über das Buch hinaus mit dem Thema „Naturkosmetik selber machen“ auseinandergesetzt. Weshalb sollte das ein Fehler sein? Darauf komme ich später noch zu sprechen. In dem Buch gefielen mir zwei Rezepte ganz besonders gut. Zum einen ein Serum für frischen Teint. Und dann gab es da noch die „Rich Moisturizer“ Gesichtscreme, die selbst reife, trockene und sensible Haut seidenglatt pflegen sollte.

Ich schrieb mir alle Zutaten zusammen, die ich benötigte und machte mich auf den Weg in die Stadt. Ich wollte vermeiden die Zutaten im Internet zu bestellen und war guter Dinge, dass es auch ohne klappen würde. Viele Zutaten wie z.B. Wildrosenöl, Kakaobutter, Vitamin E und Ätherische Öle habe ich im Reformhaus gefunden. Alles im Glas – so dass ich die Gefäße danach wiederverwenden kann. Im Unverpackt- Laden bin ich auf der Suche nach Sheabutter fündig geworden und Glyzerin erhielt ich in der Apotheke. Nur die Mangobutter musste ich für die Rezepte dann doch im Internet bestellen und sie kam in einem großen Plastikbehälter an. „Na toll“, dachte ich. Lässt es sich nicht vereinbaren meine Kosmetik selber herzustellen, Geld zu sparen und gleichzeitig noch auf Plastik zu verzichten?

Meine kleinen Glasbehälter für die fertige Kosmetik hatte ich bereits zuhause im Schrank rumstehen. Es konnte also losgehen. Naturkosmetik selber herzustellen ist nicht schwer. Man muss sich kein Chemielabor anschaffen, um seine Gesichtscreme oder das Haarshampoo selber herzustellen. Eine Küche reicht völlig aus. Ich habe für meine beiden selbsthergestellten Produkte nichtmal eine halbe Stunde Zeit benötigt. Getestet habe ich bisher nur die Gesichtscreme. Sie riecht gut und fühlt sich auf meiner Haut gut an. Das kann aber von Haut- zu Hauttyp unterschiedlich sein. Deswegen kann es sein, dass ihr dieses Rezept der Gesichtscreme nicht vertragt und weiter Rezepte ausprobieren müsst, bis ihr das Richtige für euch gefunden habt.

 

Das Serum für einen frischen Teint

Die Vorteile von selbsthergestellten Naturkosmetik Produkten liegen auf der Hand. Man weiß, was wirklich in dem Produkt enthalten ist, weil wir es ja selber einkaufen. Produkte aus dem Drogeriemarkt sind meist vollgestopft mit Chemikalien, was man hier aber vermeiden kann. Ein weiterer Vorteil soll der Kostenfaktor sein. Ich schreibe „soll“, weil ich den Vorteil hier noch nicht erkennen konnte. Ich habe für alle Zutaten ca. 100 € ausgegeben. Eine Menge Geld. Natürlich sind die Mengen, die man aus der selbsthergestellten Naturkosmetik herausbekommt letztendlich bestimmt ein Unterschied zum gekauften Produkt aus dem Supermarkt. Trotzdem stießen mir die hundert Euro negativ auf. Es musste doch eine Lösung geben, um seinen Körper mit Kosmetik günstiger selbst verpflegen zu können. Und die gibt es. Ich hätte einfach neben dem Buch meine Fühler nochmal im Internet weiter ausstrecken sollen.

Es geht nämlich auch einfacher. Man kann für selbstgemachte Naturkosmetik viele Lebensmittel benutzen, die bereits in der Küche rumstehen. Dazu zählen: Kokos-, Oliven- und Mandelöl, Honig, Roggenmehl und Kaffeepulver. Das stand natürlich nicht in dem Buch. Und weshalb es dort nicht stand ist mir im Nachhinein auch bewusst geworden. Die Autorin von „The Glow“ hat aus dem Buch ein Online- Konzept gemacht. Alle Zutaten kann man auf einer Internetseite als Bundle kaufen. Da liegt es nahe, dass ich keine Rezepte mit einfachen Zutaten aus der Küche in dem Buch gefunden habe. Dann würde nämlich niemand in dem Online Shop einkaufen müssen, wenn die Zutaten schnell und unkompliziert im Haushalt vorzufinden sind.

Das Buch an sich gefällt mir sehr gut. Ich möchte damit nur sagen, dass es auch günstiger geht und das werde ich in den kommenden Wochen ausprobieren und euch auf meinem Blog und Youtube auf dem Laufenden halten. Jetzt möchte ich euch natürlich noch das Rezept der Gesichtscreme aus dem „The Glow“ Buch vorstellen:

Zutaten für das Naturkosmetik Produkt (für 90 ml):

  • 20 g unraffinierte Sheabutter
  • 10 g Kakaobutter
  • 10 g Mangobutter
  • 35 ml Jojobaöl
  • 5 ml Nachtkerzenöl
  • 5 ml Wildrosenöl
  • 5 ml Glyzerin
  • 2,5 ml Vitmin E
  • 1 Tropfen Lavendel

Zubereitung:

1) Shea-, Kakao- und Mangobutter im Wasserbad bei geringer Hitze schmelzen. Die flüssige Mischung vom Herd nehmen und auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

2) Jojoba-, Wildrosen- und Nachtkerzenöl hinzufügen und abschließend noch Glyzerin und Vitamin E hinzugeben.

3) Dann alles mit einem kleinen Schneebesen cremig aufschlagen und die Masse in einen sterilisierten Tiegel füllen und eine Stunde lang im Kühlschrank aushärten lassen.

 

 

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Kommentare zu diesem Beitrag

  • Anna-lena

    geschrieben am 25. Oktober 2017

    Hallo Louis, find ich gut, dass du dich für selber machen entschieden hast! Ich hab mir auch schon das eine oder andere selbst gemacht.
    Gibt hald viiiiiiiel viel mehr als in diesem Buch beschrieben. Es gibt auch sehr gute Facebook Selbermacher Gruppen, die sehr hilfreich sind ☺️
    Ich hab nur eine klitzekleine kritik auszusetzen, es ist wegen dem Rezept, ich glaub nicht, dass du das Posten darfst, oder?
    Ansonsten finde ich die themen rund um Umwelt und Nachhaltigkeit die du in deinen YouTube Videos besprichst, gaaaaanz große Klasse!! Auch die Art und Weise wie du darüber redest und denkst 👌👌👌👌 sehr inspirierend

    Antworten
    • Anna-lena

      geschrieben am 25. Oktober 2017

      Und ich wollte Lou schreiben, leider hat’s die Autokorrektur versaut…sorry

      Antworten
  • Juli

    geschrieben am 25. Oktober 2017

    Liebe Lou,
    Wahrscheinlich hast du’s online schon gefunden, wollte dir nur schreiben dass man aus Olivenöl und Kristallzucker (kein Salz, das brennt auf der Haut) ein super Peeling zaubern kann 🙂 es ist total schnell zubereitet und du kannst auch eine kleine Menge ohne großen Aufwand mischen. Bleib weiterhin so neugierig und reflektiert 🍃

    Antworten
  • Dorothee

    geschrieben am 25. Oktober 2017

    Hey Lou, schau doch mal in die Sixx Mediathek, dir Autorin hatte ein Zeit immer ein paar Sendeminuten auf Sixx und hat dort steigt, wie sie die Kosmetik herstellt. Deine Anmerkung hinsichtlich des Konzepts würde ich Mal an leserservice@gu.de senden. Die nehmen sich der Sache an und überdenken dann ggf. künftig solche Buchkonzepte. Schließlich hat nicht jeder so viel Budget für Kosmetika.
    VG Dorothee

    Antworten
  • Frauke

    geschrieben am 25. Oktober 2017

    Liebe Lou. Ich habe die Zutaten bei Dragonspice bestellt und dort für ein Riesen Paket (überwiegend Glas) nur 50€ bezahlt. Viel Bio und gute Erfahrungen gemacht. Es macht total Spaß.
    Liebe Grüsse und viel Spaß noch damit

    Antworten
  • Hannah

    geschrieben am 26. Oktober 2017

    Hey Lou,
    ich finde es super, dass du dich nun mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigst. Auch durch dich beschäftige ich mich seit ca. einem halben Jahr nun mehr damit und versuche Schritt für Schritt es in meinen Alltag zu integrieren.
    Nun zu dem was ich eigentlich loswerden will.
    Durch die Instagrammerin Lauren (trashisfortossers) habe ich einen super natürliche, müllfreie und einfache Variante zum Abschminken gefunden. –> Kokosöl.
    Einfach eine Messerspitze rauskratzen und auf den Fingern flüssig werden lassen & auftragen. Ich schminke immer nur meine Augen – also massiere ich die Wimpern damit ein. (danach sieht man aus wie ein Pandabär 😀 ) Mit MakeUp habe ich persönlich noch keine Erfahrungen gemacht.
    Und zum Schluss einfach mit einem warmen feuchten Waschlappen abwischen –TADAA fertig!
    Im Anschluss kann man auch noch ein bisschen Kokosöl als Cremeersatz.
    Ohja und auch als Bodylotion nach dem Rasieren oder als Über-Nacht-Kur für die Haarspitzen ist Kokosöl auch echt Klasse.
    Und Ölziehen mache ich damit auch ca. einmal die Woche.
    Also hat man auch nicht das Problem, dass es ewig nur rumsteht 🙂
    Wie du merkst ich bin da super begeistert von.
    (sorry wenn das hier nun nach Werbung für Kokosöl klingt, ist es nicht- wollte nur meine positiven Erfahrungen weitergeben)

    Antworten
    • Lou

      Lou

      geschrieben am 26. Oktober 2017

      Danke für den Tipp liebe Hannah 🙂
      Abschminken muss ich mich nie, weil ich mich nicht schminke, aber trotzdem gut zu wissen.

      Antworten
  • Doricicas_Blog

    geschrieben am 26. Oktober 2017

    Interessant, die Cousine von meinem Partner hat ihre Abschlußarbeit fürs Abi genau dieses Thema gehabt und hat mir damals gezeigt wie das geht. Da ich zum Glück sehr gute Gene habe und ich nur Wasser brauche für mein Gesicht, hab ich mir leider nicht gemerkt wie sie das gemacht hat. Aber ich frag sie mal da kann ich dir dann mal ne E-mail schreiben. Denn sie hat es damals für sehr wenig Geld hingekriegt und es war absolut fantastisch. 🙂

    Ich finde es aber sehr gut das du so ehrlich bist und auch mal zeigst das es ganz schön teuer sein kann aber eben nicht muss. 🙂

    Antworten
  • Lydia

    geschrieben am 29. Oktober 2017

    Liebe Lou,
    was für Tiegel verwendest du denn für deine Creme?
    Ich finde den Beitrag super und werde das Rezept bald mal ausprobieren. Ist ja auch eine super Idee zum verschenken.
    Liebe Grüße

    Antworten
  • Kathi

    geschrieben am 31. Oktober 2017

    Liebe Lou,
    ich finde deine neue Entwicklung und dass du auch mutig damit offiziell Schluss machst, Fitnessblogger zu sein, richtig gut. Ich habe dich schon lange verfolgt und muss sagen, dass deine neuen Themen zu Nachhaltigkeit, weniger Müll, Umwelt etc. sich zeitgleich mit meinen Gedanken umgestellt haben. Vorher bin ich sehr vielen Bloggern gefolgt, die viel Content zum Thema Fitness und Ernährung gegeben haben, aber immer mehr merke ich, wie viel wichtiger es ist, sich mehr mit dem großen Ganzen und der Welt auf der wir leben, zu beschäftigen. Da passen deine ganzen Tipps zu Naturkosmetik und Müllvermeidung sehr gut. Dabei bleibst du echt super authentisch und man glaubt dir wirklich zu 100%, dass du momentan viel glücklicher bist und den richtigen Schritt gemacht hast. Ganz viel Respekt für die Entscheidung und danke für deine Anregungen.
    Ganz liebe Grüße aus Hannover
    Kathi

    Antworten
  • Julia

    geschrieben am 1. November 2017

    Das ist ein tolles „Rezept“ für die Kosmetik aus dem Kühlschrank! Vor einiger Zeit hatte ich richtig schlechte Haut, für ein Mädchen echt keine schöne Situation. Zuvor hatte ich viel Geld für teuere Kosmetikprodukte aus der Drogerie ausgegeben die meine Haut um keinen Funken besser machten. Nach all dem Ärger und dem Frust habe ich mich schließlich mit der Naturkosmetik auseinandergesetzt und war absolut begeistert wie leicht man das selber machen kann. Das Kokosöl ist nun von meiner Küche ins Badezimmer verschwunden. Damit lässt sich übrigens auch jede noch so schwarze Wimperntusche großartig entfernen ;). Meine Haut ist tatsächlich wesentlich besser geworden durch die selbst gemachte Kosmetik, ich kann das daher echt auch nur jedem Empfehlen :)) Herzlichste Grüße!

    Antworten

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