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Jedes Jahr fliegen tausende Deutsche Touristen nach Mallorca. Die zweieinhalb Stunden Flug laden viele Menschen dazu ein, Sonne, Sand und Meer in vollen Zügen zu genießen. Auch im Urlaub können wir Verantwortung übernehmen und etwas Sinnvolles für die Insel beitragen. Ich habe letzte Woche ein paar Tage auf Mallorca verbracht und möchte euch mit diesem Blogeintrag zum Nachdenken anregen. Denn nur gemeinsam helfen wir unserem Planeten – und nicht einsam.

Fliegen schadet der Umwelt. Was können wir tun?

Natürlich müssen wir beim Fliegen anfangen, wenn wir über Nachhaltigkeit reden. Ja, das Fliegen schadet unserer Erde enorm. Der CO2- Ausstoß ist gigantisch und unser Fußabdruck riesig. Ich selbst habe mir das Fliegen noch nicht verboten. Es gibt noch viel zu viele Länder und Kulturen, die ich sehr gerne kennenlernen möchte. Innerhalb Deutschlands wiederum, fahre ich nur mit der Bahn.

Ich bin mir dessen bewusst, dass man mein Verhalten in dieser Hinsicht nicht als „nachhaltig“ bezeichnen kann. Trotzdem überlege ich mir inzwischen zweimal, ob und wo ich hinfliege und zahle einen Kompensationsausgleich. Wie auch für den Flug nach Mallorca. Hierbei berechnet man, welche Menge von CO2-Emissionen freigesetzt wird und kauft Ausgleichszertifikate, die bestätigen, dass andernorts durch Klimaschutzprojekte die gleiche Menge CO2 gebunden wurde. Diese CO2-Kompensation gleich die eigenen Emissionen aus. (Utopia.de) Ich persönlich nutze hierfür die Seite  atmosfair. Noch umweltschädlicher ist übrigens eine Schiffskreuzfahrt.

Hotelauswahl Mallorca – auf was kann man achten?

Ich persönlich bin kein Freund davon in großen Massenbunkern meinen Urlaub zu verbringen. Deshalb habe ich mich für ein kleines aber feines Hotel direkt am Strand entschieden. Der Name des Hotels lautet „Cap Vermell Beach Hotel„. Das Frühstück hat eine kleine, aber ausreichende Auswahl an Obst, Brot und Marmelade. Von dort aus lässt sich vieles zu Fuß oder mit dem Bus erreichen. Einen Schritt aus dem Hotel raus und man steht mit den Füßen im Sand am Meer. Außerdem wurde ich jeden Tag gefragt, ob ich meine Handtücher austauschen oder behalten möchte. In einigen anderen Hotels hatte ich mein Handtuch extra aufgehängt, um zu signalisieren, dass ich kein neues Handtuch benötige. Es wurde letztendlich trotzdem ausgetauscht. Es gab in dem Hotel keine Papierservietten und keine Plastikflaschen. Für mich ein schönes Zeichen in Richtung „Nachhaltigkeit“.

Cap Vermell Beach Hotel auf Mallorca

 

Fruchtiges Frühstück Part 1

Marineland Mallorca – bitte nicht unterstützen.

Dieser Abschnitt liegt mir besonders am Herzen. Ich liebe das Meer. Ich liebe die Lebewesen im Meer und ich vergöttere Wale und Delfine. Und genau diese Tiere „leben“ im Marineland auf Mallorca. Die Ironie daran? Ein paar Meter entfernt würde auf die Delfine die Freiheit warten. Das endlose Meer. Das Marineland ist für kleine und große Besucher oft eine unvergessliche Attraktion. Bereits am Eingang wird mir ein im Park lebender Papagei auf die Schulter gesetzt, um ein Foto mit ihm zu machen, welches ich mir am Ausgang kaufen kann.

Fünf Schritte weiter werde ich gefragt, ob ich gerne mit einem der Delfine schwimmen oder ein Foto machen möchte. Innerlich könnte ich bereits hier schon kotzen. Ich lehne ab und mache mich auf die Suche. Die Delfinshow (zweimal täglich) möchte ich mir nicht ansehen. Ich möchte aber wissen, wie und wo die Delfine in diesem Vergnügungspark leben. Als ich frage, wo ich die Delfine finde, stehe ich kurz vor dem Becken der Delfinshow. Ich darf nicht weitergehen. Außerhalb der Showzeiten dürfe man nur zu den Delfinen, wenn man für ein Foto bezahlt. Ich schaue durch die Gitterstäbe und sehe diese wunderschönen Lebewesen. Dieses Gefühl der Übelkeit und die Gänsehaut, die ich bekam, als einer der Delfine zu mir schaute, werde ich nicht mehr vergessen.

Tägliche Showzeiten der Tiere im Marineland Mallorca.

In diesem kleinen Becken leben sieben Delfine.

Geldmacherei.

Dieser Park ist meiner Meinung nach die Hölle für Tiere. Ich durfte sogar noch zusehen, wie einer der Mitarbeiter mit einem Tablett voller Medikamente zum Delfinbecken ging. Im freien Meer bräuchte Delfine diese Medikamente gar nicht. Die Becken und Käfige sind viel zu klein für die Tiere. Dieser Park hat nichts mit artgerechter Haltung zu tun. Deshalb ist meine Bitte an euch, dass ihr diesen Park nicht unterstützt. Natürlich musste ich Eintritt bezahlen, um mir selbst ein Bild von dem Park machen zu können. Dafür hoffe ich, dass ich euch umso mehr damit erreiche und ihr diese Art von Tierhaltung nicht unterstützt. Artgerecht ist nur die Freiheit. Und diese Freiheit ist vom Marineland nur wenige Meter entfernt.

Ein Besuch bei Mallorca- Tierrettung

Hunde sind auf Mallorca leider nicht so viel Wert wie bei dem Großteil der Menschen in Deutschland. Davon wollte ich mir selbst ein Bild machen. Im Internet bin ich schnell auf die Seite mallorca-tierrettung.com aufmerksam geworden. Ein Verein, welcher sich um Hunde kümmert, die von ihren Besitzern nicht gut behandelt werden oder um Hunde, die vom Verein aus Perreras (Tötungsstationen) gerettet werden. In der Auffangstation von „Mallorca Tierrettung“ brauchen die Hunde keine Angst davor haben verletzt oder getötet zu werden.

Die engagierten Helfer hinter diesem Verein sind mit Herz dabei, wenn es um die ausgesetzten, kranken oder misshandelten Vierbeiner geht. Wie kann man nun aber als Tourist helfen? Indem man zum Beispiel eine kleine Geldspende vorbeibringt, sich als Flugpate auflisten lässt oder bestenfalls Platz und Zeit in Deutschland für einen der Vierbeiner übrig hat. Manuela und die anderen Helfer von First Aid Animales Mallorca bieten vormittags Besucherzeiten an. Ein schönerer Ausflug als an den Ballermann oder shoppen zu fahren.

Diese süße Dame sucht ein Zuhause und möchte nicht noch einmal auf dem Balkon im Zwinger leben.

Auch Baby sucht ein Zuhause.

 

Mallorca Tierrettung

Bitte grüßt Manuela ganz lieb von mir, wenn ihr vorbeischaut. Ihr werdet es mit Sicherheit nicht bereuen. Im Gegenteil. Man bekommt nochmal ein intensiveres Verständnis dafür, was es bedeutet Verantwortung für einen Hund zu übernehmen. Oft sind auf der Internetseite oder vor Ort auf Mallorca auch noch Namens- Patenschaften zu übernehmen. Hätte ich momentan schon die Zeit für einen Hund, hätte ich sehr gerne einem der Vierbeiner ein neues Zuhause geschenkt.

Müllsammeln am Strand

Auch auf Mallorca liegt leider an vielen Stränden eine Menge Müll herum. Warum morgens vor dem Frühstück nicht einfach mal am Strand den Müll aufsammeln und dabei den Sonnenaufgang genießen? Wir können damit nicht die Welt retten, aber wir können in unserer kleinen Welt etwas dazu beitragen. Und wer weiß – vielleicht animiert ihr dadurch ja auch noch ein paar andere Menschen zum Mitmachen. Den Müll am Strand konnte ich nicht trennen. Ich fragte in meinem Hotel nach einem Müllsack und nahm alles mit, was im Meer herumschwamm oder im Sand herumlag.

Müllsammeln.

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Kommentare zu diesem Beitrag

  • Jutta

    geschrieben am 18. Juli 2018

    Hallo Lou,

    danke für diesen Beitrag, du bist echt sehr inspirierend und ich finde es toll wie sehr du dich für die Umwelt einsetzt. Ich hätte jedoch eine Frage bezüglich des Müll Sammelns im Urlaub. Ich habe das Gefühl, dass sehr viele Urlaubsländer, gerade außerhalb Europas, gar kein wirkliches Abfallentsorgungssystem haben und der Müll, den man gesammelt hat und im Hotel weggeworfen hat, dann letztendlich wieder irgendwo in der Natur oder im Meer landet. Bringt es also überhaupt überall etwas?

    Antworten
  • Nina

    geschrieben am 19. Juli 2018

    Hallo Lou! Von solchen Kompensionsausgleichen, von denen du am Anfang schreibst, wusste ich noch gar nichts! Ich werde mir das auf jeden Fall merken. Ich verreise nicht oft, und wenn dann eigentlich nur mit meiner Familie mit dem Auto nach Dänemark (Ich komme aus Hamburg). Allerdings plane ich nach meinem Abschluss ein Jahr in Kanada zu verbringen. Die Flüge waren mir allerdings ein Dorn im Auge… Vielen Dank für die Info dazu und insgesamt für dein ganzes Engagement in Sachen Nachhaltigkeit. Ich beschäftige mich schon länger mit dem Thema, aber du hast mir nochmal einige Möglichkeiten mehr gezeigt, wie man diese Welt ein kleines Stückchen besser machen kann. Vor einer Woche habe ich mir auch dein Buch gekauft. Ich bin erst bis zur Einleitung gekommen, aber ich liebe es total! Lieben Gruß, Nina

    Antworten
  • Marie

    geschrieben am 19. Juli 2018

    Der Safari Zoo auf Mallorca sollte auch erwähnt werden – vor ein paar Jahren war ich mit meinem Freund dort und nie werde ich die Löwen, Tiger und Schimpansen (!) in kleinen Betonkäfigen vergessen. Dieser „Zoo“ ist das Schlimmste, was ich in diese Richtung je erlebt habe – wäre schön, wenn du durch deine Plattform auch darauf aufmerksam machst – es gibt auf Trip Advisor noch immer viel zu viele gute Bewertungen, was ich absolut nicht nachvollziehen kann, selbst wenn man kein Tier/Natur/etc. – Verfechter ist!

    Antworten
  • Lea Christin

    geschrieben am 24. Juli 2018

    Liebe Lou,
    ich freue mich total über deinen neuen Blogpost, ich bin selbst noch nicht viel gereist, bald geht das Abendteuer zwar los, aber Mallorca hat auf mich, gerade wegen den Dingen die du erwähnt hast, nie sonderlich anziehend gewirkt.. obwohl ich weiß, dass auch Mallorca wunderschöne Orte versteckt hält ..:)
    Nun nach dem Abi werde ich ab August auch für 365 Tage den Planeten bereisen und ich bin so voller Vorfreude gegenüber all den Herausforderungen und Eindrücken die mich erwarten werden 🙂 Dabei möchte ich auch so nachhaltig wie möglich leben, ich esse zwar seit ich 14 jahre alt bin vegan, allerdings ist da trotzdem noch eine Menge mehr die ich beitragen könnte und nun auch möchte.. vielen Dank für die Inspiration!
    Liebste Grüße, Lea von http://leachristin.com

    Antworten
  • Pia.plzn

    geschrieben am 4. August 2018

    Ein schöner Beitrag, der mehrere Bereche betrachtet. Mallorca steht – zum einen wegen Ballermann-image und zum anderen weil es für mich so viel mehr Länder gibt die ich weitaus interessanter finde – nicht auf der Liste meiner Reise-Liste, aber trotzdem hat mich der Beitrag zum Nachdenken angeregt. Danke 🙂

    Antworten

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