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Wenn sich in den letzten Monaten ein Produkt als Segen auf meinen Alltag ausgewirkt hat, dann ist es die Menstruationstasse. Sie spart nicht nur Müll ein, da man keine Tampons  mehr benutzen muss. Sie ist auch noch bequem, unkompliziert und unscheinbar. Sie ist wie eine gute Freundin, die dir gut tut. Natürlich hat zwischen uns nicht von Tag 1 an alles gestimmt. Wir brauchten unsere Zeit miteinander, um uns besser kennenzulernen. Inzwischen kennen wir uns in und auswendig. Wir sind beste Freundinnen auf Lebenszeit geworden. Damit auch ihr eure Beziehung zu „ihr“ noch intimer und intensiver gestalten könnt, habe ich euch im Folgenden meine wichtigsten Life – Hacks für eine glückliche Beziehung mit der Menstruationstasse zusammengefasst.

1) Das erste Mal

Das erste Mal ist aufregend. Man möchte alles perfekt machen und am Ende lässt man es einfach laufen, um anschließend alles mit seinen Freunden haargenau analysieren zu können. So war es auch bei der Menstruationstasse und mir. Allerdings habe ich es nicht mit Freunden analysiert, sondern mit diversen YouTube Videos. Eine Tasse in sich hineinzuführen kann befremdlich sein. Deswegen setzt euch hier nicht unter Druck. Probiert es am Besten schon aus, bevor ihr eure Tage bekommt, denn für viele Frauen ist es sehr befremdlich und zum Teil auch eklig, seinen Finger Richtung Vagina zu schieben, wenn die rote Welle im Anmarsch ist.

2) Die richtige Technik

Die Technik ist wichtig und zugleich bei jeder Frau unterschiedlich. Ich persönlich falte meine Menstruationstasse eimal in der Mitte und presse sie ganz unten (am Stängel) mit zwei Fingern zusammen und führe sie mir langsam ein. Ich lasse meine Finger dabei schon relativ schnell los, damit die Menstruationstasse aufploppen kann. Diese Technik ist Übungssache. Die ersten Male wollte es bei mir nie funktionieren. So ist natürlich auch Blut daneben gelaufen und mein Schlüpfer dreckig geworden.

3) Entleeren der Menstruationstasse

Hierfür gehe ich auf dem Klo immer in die Hocke und presse, als müsste ich Pipi machen. So komme ich schnell an den Stängel der Menstruationstasse heran. Um die Tasse zu lösen und herausziehen zu können, presse ich sie wieder mit zwei Fingern am unteren Ende zusammen und ziehe sie langsam heraus. Anstatt sie nun hochzuhalten (und das ganze Blut läuft über eure Kleidung), kippe ich sie direkt über dem Klo aus. Mit ein bisschen Übung läuft da auch kein bisschen Blut über eure Finger. Wenn doch: es ist nur Blut! Euer Blut. Danach wird die Tasse einmal mit Klopapier gesäubert und wieder in die Vagina eingeführt.

4) Menstruationstasse beim Joggen

Ich hatte vor einigen Tagen die Menstruationstasse zum ersten Mal bei einem Longrun im Einsatz. Was soll ich sagen?! Ich bin begeistert. Sie hat sich die Mühe gemacht, während dem Laufen unbemerkt zu bleiben. Sie ist nicht tief Richtung Gebärmutter flöten gegangen, sondern ist an Ort und Stelle geblieben, um meinen Schlüpfer sauber zu halten.

5) Menstruationstasse sauber machen

Ich nehme dafür einfach einen kleinen Kochtopf und einen Schneebesen. In den Schneebesen positioniere ich meine Menstruationstasse, damit sie keinen direkten Kontakt zum heißen Kochtopfboden hat und gleichzeitig nicht über der Wasseroberfläche schwimmt. Dann koche ich das Wasser und die Tasse einmal auf. Fertig.

Leider finden noch immer viel zu viele Frauen die Menstruationstasse eklig. Dabei ist sie meiner Meinung nach viel hygienischer als Tampons oder Binden. Mit ein bisschen Übung hat man auch schnell raus, wie man das Entleeren der Tasse nicht in ein Ketchup- Massaker verwandelt. Seinen Finger in seine eigene Vagina zu stecken ist normal und nicht eklig. Unser Körper ist nicht eklig. Manche Dinge sollte man meiner Meinung nach einmal ausprobiert haben, bevor man darüber urteilt. Mir erleichtert die Tasse den Alltag und ich würde nie wieder mit einem Tampon wechseln wollen.

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Kommentare zu diesem Beitrag

  • Caro

    geschrieben am 7. März 2018

    Ich habe schon so oft davon gehört, aber ich traue es mich immer noch nicht, da bin ich wohl Gewohnheitstier.
    Naja vielleicht laufe ich doch noch mal einer über den Weg in der Drogerie und versuche es. Ich glaube am meisten schreckt mich die ungewohnte Form und Größe und eventuell das Material ab.

    Liebe Grüße,
    Caro von ouiouimarie.de

    Antworten
  • Ramona

    geschrieben am 7. März 2018

    Tolle Tipps für Anfänger! Ich bin schon ein bisschen länger dabei und möchte die Menstruationstasse auch nicht mehr missen. Allein schon weil man nicht ständig für Tamponnachschub sorgen muss 😀
    Allerdings würde ich die Tasse beim ersten Mal nicht „trocken“ einführen. Hab schon öfter gelesen, dass das quasi erschwerte Bedingungen sind, weil die Vagina bei der Periode weiter ist. Dazwischen logischerweise enger 😉
    Und wenn man sicher gehen will, dass die Tasse wirklich aufgeploppt ist, kann man sich z. B. ganz vorsichtig drehen. Spätestens dann sollte es Plopp machen 😉
    Liebe Grüße
    Ramona

    Antworten
  • Sophie

    geschrieben am 7. März 2018

    Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen etwas anderes zu benutzen. Tampons und Binden wurden von mir weiter gegeben. Bis jetzt ist auch nur einmal etwas daneben gegangen, aber das nur weil ich nachlässig war, passiert mir nicht wieder. Man muss wirklich mit dem Finger kontrollieren ob die Tasse richtig sitzt und das macht wohl einigen Probleme, aber es ist doch das natürlichste der Welt… auch wenn mal etwas Blut oder Sekret den Finger berührt. Ich habe direkt mit der ersten einen Treffer gelandet und auch die Eigenmarke vom Drogeriemarkt stellte mich zufrieden…bis jetzt konnte ich noch niemanden überzeugen es zu versuchen, schade…ist ne großartige Erfindung.

    Antworten
  • K.D.

    geschrieben am 7. März 2018

    Ich habe sie jetzt auch schon ein paar Monate im Gebrauch. U.a. konnte ich damit auch ohne jegliche Komplikationen Ski fahren. Und meine Menstruationsschmerzen, Krämpfe sind komplett weg.

    Antworten
  • Hannah

    geschrieben am 7. März 2018

    Ich finde, du hast so Recht! Ich finde die Tasse mittlerweile auch viel besser als Tampons – obwohl ich das Ausprobieren auch lange vor mir hergeschoben habe 😉 gerade muss ich tatsächlich auf Tampons zurückgreifen, da ich mit einem Hexenschuss irgendwie nicht mit der Tasse klargekommen bin… Ist wahrscheinlich alles zu verkrampft und ich bin natürlich auch bewegungseingeschränkt. Da ist es dann doch komplizierter. Trotzdem bin ich schon froh, wenn „wir“ es wieder hinkriegen – Tampons trocknen einfach so aus! Ich weiß gar nicht wie ich das vorher ausgehalten habe 😉 und: die Tasse finde ich auch viel auslaufsicherer! Davor haben ja viele Bedenken.
    Liebe Grüße
    Hannah

    Antworten
  • Anne

    geschrieben am 8. März 2018

    Das sind echt tolle Tipps, liebe Lou! Ich nutze meine Menstruationstasse seit ca. 5 Monaten und bin sooooo begeistert. Ich kann sie auch nur jeder Frau wärmstens empfehlen und ich finde auch, dass man sich nicht zwingend vor seinem eigenen Blut ekeln muss. Mit der Tasse ist meine Menstruation so viel entspannter geworden. Klar, es kostet etwas Übung und ab und an geht auch etwas wortwörtlich in die Hose. Aber das ist nicht dramatisch (es gibt ja Waschmaschinen) und man lernt aus seinen Fehlern 😉

    Liebe Grüße
    Anne

    Antworten
  • Katrin

    geschrieben am 8. März 2018

    Wirklich tolle Hinweise von dir, Lou. Ich liebäugel auch schon eine Weile mit der Menstruationstasse, aber da ich (zum Glück nur) noch 6 Wochen lang eine Spirale habe, werde ich abwarten, bis mir diese entfernt wird und dann werde ich mich hoffentlich auch erfolgreich von Tampons verabschieden können.
    Ich bin nur mal gespannt, wie ich damit klarkomme, nicht überall ein Notfalltampon zur Hand zu haben. 😁 Aber vielleicht wird meine Periode ja auch wieder regelmäßiger ohne Spirale. 🙏

    Liebe Grüße, Katrin

    Antworten
  • Joana

    geschrieben am 8. März 2018

    Hallo Lou, ich habe es schon mehrmals versucht und leider ist dauernd etwas daneben gelaufen. Finde es aber eigentlich auch besser, da Tampons teuer und nervig sind. Teilweise alle 2 Std musst du das Ding wechseln. Ekelig finde ich es nicht, die Tasse einzuführen, da ja auch beim Tampon man mit den Fingern in die Vagina muss.
    Beim rausnehmen habe ich starke Probleme! Ich brauche so lange, bekomme sie nicht raus und dann bekomme ich Panik. Aber, keep going!

    Antworten
  • Mel

    geschrieben am 8. März 2018

    Liebe Tassennutzerinnen,
    könnt Ihr mir weiterhelfen? Ich habe die erste Periode mit der Tasse durch und musste doch zwischendurch Tampons nehmen.
    Vorweg: Ich habe keine Angst vor Blut und meine Finger in meinen Körper reinzustecken und ekeln tue ich mich erst Recht nicht.
    Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass die Tasse gut sitzt. Habe Sie gut reinbekommen und nach dem Abtasten hatte ich auch das Gefühl, dass die Tasse sich vollständig ausgebreitet ist und kein Knick drin ist. Nach kürzester Zeit lief aber alles in die Unterhose. Wisst ihr, woran das liegen könnte? Ich habe mir die Tasse in Größe M geholt (hab meinen Gynäkologen gefragt, was er empfehlen würde). Habe keine Lust mehr auf Tampons und würde das Thema ungern aufgeben.

    Danke und viele Grüße
    Mel

    Antworten
  • Tina

    geschrieben am 15. März 2018

    Hallo Louise, vielen Dank für Deine Anleitung. Dieser ganze Tamponmüll (Plastikverpackung und die einzelnen Dinger muss man ja auch wieder entsorgen) war mir schon länger ein Dorn ins Auge. Ohne Deine Anregung wäre ich nicht unbedingt auf diese Tasse gekommen. Bzw. hätte ich tatsächlich früher auch Ekel empfunden – fast komisch im Nachhinein. So einfach. Es ist mein Körper. Bestelle das Ding jetzt! Danke! Auch für die weiteren Inspirationen auf Deinem Instagram-Kanal. Bislang sag ich das Vermeiden von Pastiktüten als meine Mission an. Aber da geht noch mehr…! Liebe Grüße & mach weiter so!

    Antworten
  • Katja

    geschrieben am 22. März 2018

    Ich würde so, so gerne. :´( Seit ich vor 1.5 Jahre eine nach innen geplatzte Zyste hatte und operiert wurde bin ich während meiner Tage total empfindlich. 5 Tage bluten, 5 Tage Krämpfe. Das Problem in dieser Zeit kann ich mir keinen Schutz einführen da meine Krämpfe unerträglich werden. Binden find ich tatsächlich eklig und nicht sehr umweltschonend. Bevor ich mir Wiederverwendbare Binden hole probiere ich noch was ganz verrücktes aus, eine Methode die ohne Schutz auskommt, man lernt seinen Körper so kennen, dass man weiß wenn man aufs Klo zum rausbluten gehen muss. Da ich auf der Arbeit und zu Hause immer ein Klo parat habe funktioniert diese Methode tatsächlich mittlerweile echt gut, ansonsten Binde :/

    Antworten

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