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Ich bin doch keine Maschine

Einfach so weitermachen ist keine Option. Ich muss hier ausbrechen – wenn du das hier liest, bin ich schon auf und davon. Ich will mein Leben selbst gestalten, muss es wenigstens probieren. Ich brauche die Kontrolle zurück, kann nicht mehr nur funktionieren. Ich bin doch keine Maschine! Ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut. Und ich will leben, bis zum letzten Atemzug. Ich bin ein Mensch mit all meinen Fehlern. Meiner Wut und der Euphorie. Bin keine Maschine, ich leb‘ von Luft und Fantasie. Es gibt noch so viel Außergewöhnliches zu erleben. Die ganze Welt steht mir offen, ich steh‘ wie angewurzelt daneben. Ich liege in Ketten aus unausgesprochenen Regeln. Trete auf der Stelle, aber muss mich frei bewegen. Dieser Song von Tim Bendzko hängt mir seit Tagen in den Ohren. Er scheint wie für mich gemacht. Ich finde mich in ihm wieder. Wenn ich ihn singe, dann fühlt es sich richtig an. Richtig fühlen sich momentan auch meine Gedanken an. Sie entwickeln sich. Bleiben nicht stehen.

Im Moment fühle ich mich tatsächlich so, als wolle ich ausbrechen. Dinge anders machen. Sie so anpacken, dass sie sich gut anfühlen und nicht nur gut aussehen. Ich räume auf. Mache Platz für Neues. Neue Sichtweisen, neue Wege, neue Erfahrungen. Offen für Neues sein – ein ganz wichtiger Punkt in unserem Leben damit wir nicht auf der Stelle stehenbleiben. Woher dieses Gefühlschaos kommt weiß ich nicht genau. Ein Grund ist mit Sicherheit die ständige Kritik fremder Menschen. Menschen, die dein Leben ändern möchten, weil sie nicht zuerst in ihrem aufräumen wollen. Kritik, die mir zum Teil vom Kopf in den Magen gerutscht ist und dort verweilt hat. Kritik, die ich nach etlichen Tassen Tee und einer kleinen körperlichen Auszeit weggespült habe. Ich bin keine Maschine. Mir wurde keine Funktion eingebaut, um Befehle fremder Menschen umzusetzen. Ich bin ich. Mit Fehlern, Schwächen, Stärken, einem Grinsen im Gesicht, Hoffnung, neuen Ideen und mit Herz. Manchmal mehr Herz als Verstand, aber das ist egal. Viele Wege führen nach Rom.

Wer bin ich eigentlich? Und wer möchte ich sein? Louisa Dellert, Fitnessbloggerin – würden viele Leser und Medien nun antworten. Und genau damit kann ich mich nicht mehr identifizieren. Ich möchte keine Tipps mehr geben müssen. Ich möchte lieber wieder meine Erfahrungen teilen, wenn ich Lust darauf habe. Laufen, wenn ich es möchte. Laufen, wenn ich es kann. Ohne Zwang. Ohne Kritik. Zum Teil gerechtfertigte Kritik. Ein Fitnessblogger zu sein, ohne im Moment wirklich viel Sport zu machen? Das empfinde ich als unfair den anderen fitten Bloggern gegenüber. Eine Person zu sein, die gerne läuft und über ihre Erfahrungen berichtet? Das passt zu mir. Mein nächster Marathon steht vor der Tür. Los Angeles. Aufregend. Mein Training beginnt im Oktober. Mit gutem Gefühl und ohne Druck, etwas falsch zu machen. Denn wie soll man etwas falsch machen, wenn man sich selbst neu entdeckt? Nichts ist falsch. Alles nur eine Herausforderung mit „Aha- Effekt“.

Einer dieser „Aha- Effekte“ kam mir am Strand mit Jan. Eine warme Umarmung, der Sonnenuntergang und das Meer. Neben uns eine Frau, die ganz dramatisch ihre Zigarette in den Sand wirft. Next to us. Wie egoistisch sind wir Menschen manchmal? Als wie selbstverständlich sehen wir eigentlich unseren Platz auf der Erde an? Ich denke nach. Und denke nach. Es fühlt sich gut und richtig an sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Unserer Umwelt. Sie sollte schließlich für uns wie unser großes Zuhause sein. Ich fange also langsam und Step für Step an über das Thema Nachhaltigkeit nachzudenken. Nicht für Likes auf Instagram. Sondern für mich. In der Offline- Welt. Und es fühlt sich immernoch richtig an. So richtig, dass es mir Spaß macht. So richtig, dass sich meine Gedanken und mein Handeln momentan weiterentwickeln.

Eine Maschine mäht unseren Rasen. Eine Maschine produziert Autos und druckt Geld. Aber ein Mensch aus Fleisch und Blut produziert Emotionen, Gedanken, Ideen. Ich bin ein Mensch mit all meinen Fehlern. Und davon habe ich viele. Und sie sind menschlich. Und sie sind wichtig. Und verdammt – es tut so gut sich auch mal Fehler einzugestehen. Nicht immer Recht haben zu müssen. Kritik anzunehmen. Eigenschaften ohne die ich in der Online- Welt untergehen würde. Eines ist in diesem kleinen Gedankenchaos sicher. Ich verändere mich. Entferne mich immer mehr von Likes und Kommentaren. Von Konkurrenz und Blogger- Events. Und das ist gut so. Ich bin Louisa Dellert. Mit Ecken und Kanten. Und diese werde ich auch in Zukunft in meinem digitalen Tagebuch mit euch teilen. Nicht als Experte, sondern als Mensch.

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31 Kommentare

  • Avatar
    Anne
    27. September 2017 at 15:56

    Ich bin sprachlos… Und dennoch drängt es mich, dir für diesen tollen Beitrag einen Kommentar zu hinterlassen! Du hast alles gesagt, alles ungesagte ausgesprochen. Was ich denke und fühle. Ich finde es toll, wie du mit deinen Veränderungen umgehst – offen und ehrlich. Und es ist wahr, kein Mensch bleibt stehen. Irgendwie bewegen wir uns doch immer. Weil wir eben keine gefühllose Maschine sind, die einfach nur macht, was man ihr sagt. Wir denken selbstständig und deshalb dürfen wir auch entscheiden, was wir tun und wer wir sind. Ich finde es klasse und feier dich. Applaus!

    Liebe Grüße
    Anne

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    Sofia Bihler
    27. September 2017 at 20:26

    Liebe Lou

    Klasse beitrag
    jeder hat ein Recht darauf er selbst zu sein, und zwar genauso wie er/sie das möchte.
    ich finde es klasse dass du dir selbst treu bleibst
    ganz liebe Grüße
    Sofia

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    Susanna
    27. September 2017 at 20:27

    Ich freue mich für dich und mit dir. Was für ein besonderes Erlebnis!
    Ich freue mich auf die Zukunft und noch mehr „Echt“. Instagram ist langweilig, wenn alle so glatt gebügelt alles richtig machen.
    Ich will dir sagen, dass dieser Beitrag mich gerade sehr glücklich macht! Danke!

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    Angelika
    27. September 2017 at 20:27

    Hey Lou ich lese immer gerne Neues von dir auch wenn ich eher eine stille Teilnehmerin bis jetzt war muss ich dir jetzt einfach sagen DU BIST TOLL ! Du veränderst dich das stimmt ABER das darfst du und das ist auch gut so 😉 die Welt ist so schnelllebig und auf Werte achten nicht mehr viele und das du deine gerade neu entdeckst und tust wonach dir gerade der Sinn steht finde ich toll!!
    Ich selbst finde gerade heraus dass das Verstecken nicht mehr zu mir passt und genauso ist es ok sich mal mehr zurückzunehmen und nur für sich zu sein…man muss sich selbst immer wieder neu kennenlernen um authentisch zu bleiben. Lauf wenn du laufen willst oder eben nicht ..wichtig ist doch das zu tun was einem was bedeutet und wobei einem das herz aufgeht.
    Ich wünsch dir das beste und bleib nicht wie du bist sondern verändern dich so oft du es brauchst 🙂

    Lg Angie

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    Christina
    27. September 2017 at 20:40

    das alles macht dich so unfassbar sympatisch, authentisch. mach bloß weiter so, es sollte viel mehr „Lou’s“ geben auf dieser welt.
    du zeigst mir, dass man zu sich stehen sollte und darf und das ist eine eigenschaft, die oft zu kurz kommt. und ich steh auch zu 100% hinter dir!!
    ich drück dich und denk an dich!
    Christina

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    Miri
    27. September 2017 at 20:48

    Liebe Lou, ich find es toll wie du dich selbst verwirklichst und dabei so… wahrhaftig bist!
    Ich schick dir ganz viel ♥️

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    Johanna
    27. September 2017 at 20:59

    Wow, deine Worte berühren mich irgendwie auf eine ganz besondere Art und Weise. Ich finde es toll, wie du dir zugestehst, dich zu verändern <3.
    Liebe Grüße,

    Johanna

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    Alex
    27. September 2017 at 21:19

    Also das ist mit Absicht das schönste, authentischste und ehrlichste was ich seit langem gelesen habe. Verfolge dich schon eine Zeit , angefangen als „abnehmaccount“auf insta und versuche im Moment auch „das richtige Maß von Themen zu finden. Was ich wann wie Preis geben möchte. Und ich kann die ganze Kritik nicht verstehen aber umso wichtiger ist es das du nach vielen Tassen Tee das ganze raus gespült hast. Bleib du selbst. Denn du lebst für dich, nicht für die Öffentlichkeit. ♡ bleib wie du sein möchtest und liebe Grüsse

    • Lou
      Lou
      27. September 2017 at 23:47

      Ganz ganz großes Dankeschön für die lieben Worte von dir 🙂 Hab einen schönen Donnerstag.

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    Bianca
    27. September 2017 at 21:31

    Ach Lou, ich mag dich ! Mach das wozu du Lust hast und was dich glücklich macht ! Liebe Grüße Bianca ❤️

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    Valerie
    27. September 2017 at 23:06

    …dem ist nichts mehr hinzuzufügen! Danke für diese tollen und vor allem ehrlichen Worte. Mach weiter so und genau diese Ecken und Kanten machen dich so sympathisch und motivieren immer wieder aufs Neue.
    Danke 🙂 Valerie

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    Julia
    28. September 2017 at 7:45

    Liebe Lou! Toller Beitrag und am meisten gefällt mir deine Erkenntnis dass du keine Maschine bist 😉 ich folge dir seit Jahren und das mit den „Madchinen“ war das einzige mit dem ich mich nicht identifizieren konnte. Ich finde deine Entwicklungsschritte einfach nur unglaublich und könnte nichts an dir aussetzen. Du bist wunderbar. Und ich glaube das die negativen Kommentare und die Hassposting stören, aber bitte vergiss nie wieviele Menschen hinter dir stehen, dich bewundern und alles toll finden was du machst!
    Liebe Grüße Julia

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    Anina
    28. September 2017 at 8:31

    Wow Lou, ich weiss gar nicht was ich schreiben soll und doch will ich einen Kommentar hinterlassen. Danke für deine Gedanken. Ich bin auch an einem Wendepunkt in meinem Leben und stehe schon viel zu lange an Ort und Stelle bzw. „still“. Doch mir machen Neuanfänge Angst und bin froh, wenn ich Mut zugesprochen bekomme, auch von dir. Mach weiter so auf deinem Weg, du bist toll!

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    Julia
    28. September 2017 at 10:08

    Hey Luisa,
    das hast du sehr schön geschrieben. Ich habe gemerkt, dass du in letzter Zeit öfters solche „Appelle“ an die LeserInnen, dass du nur ein Mensch und nicht perfekt bist usw., startest. Der Druck muss wirklich hoch sein. Pass auf dich auf 🙁
    Liebe Grüße, Julia

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    Ramona
    28. September 2017 at 10:22

    Liebe Lou,
    WOW! Du warst noch nie so authentisch! Ich finde es wunderbar, wie ehrlich du bist. Eine solche Entscheidung kostet wahnsinnig viel Mut. Immerhin verdienst du damit deinen Lebensunterhalt und einiges hängt davon ab. Aber man sollte immer seinem Herzen folgen. Do it! Du hast so recht.

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    Lisa
    28. September 2017 at 12:15

    Liebe Lou,
    du schaffst es immer wieder deine Meinung zu vertreten und darauf kann man stolz sein.
    Du bist ein Herzensmensch und dafür muss man sich definitiv nicht entschuldigen.
    Du bist du und du bist gut so wie du bist, egal ob du nun Fitnesstipps gibst, die ich übrigens immer noch sehr gut finde, oder ob du nun entschieden hast bewusster zu leben, das sollten wir übrigens alle tun.
    Du entwickelst ein Bewusstsein für dein Leben, deine Welt und für dich.
    Du bist eben DU. Mach weiter so und lass dich nicht aufhalten.
    Deine Follower, die dir folgen, weil du du bist, die werden bleiben.
    Uns interessiert, was in DEINEM Leben passiert.

    Mach einfach weiter so.
    Lisa

  • Avatar
    Tanja
    29. September 2017 at 8:50

    Liebe Lou! Ich finde es toll wie du dein Leben gestaltest. Es ist schrecklich, dass wir Menschen anderen immer sagen wollen wie sie zu leben, auszusehen, sein zu haben. Lass dich von denen nicht unterkriegen und zieh dein Ding so durch wie es für dich passt und es dich alleine glücklich macht! Egal was andere sagen! Ich wünsch dir weiterhin alles Liebe und Freude an deinem Leben und ein großes Danke, dass du uns an deinem Leben mit deinen Erfahrungen teilhaben lässt!

    • Lou
      Lou
      4. Oktober 2017 at 16:01

      Danke Tanja, dass du dir meinen Blogpost durchgelesen hast 🙂

  • Avatar
    Emily (em.cha)
    3. Oktober 2017 at 17:49

    Hi Lou,
    Ich finde deinen Blog und Instagram Account SO gut. Heutzutage üben die „perfekten“ Fitnessblog enormen Druck auf Frauen aus und die Männer hecheln den gephotoshoppten Frauen auf Instagram hinterher. Du bist aber anders und nach solchen Beitragen (voller Erlichkeit) gibst du deinen Lesern das Gefühl nicht allein zu sein…die meisten „Fitnessblogger“ sollten sich von dir eine Scheibe abschneiden, weil du mit deiner Authenzitität einfach sympatisch und echt wirkst!

    LG,
    Emily

    • Lou
      Lou
      4. Oktober 2017 at 15:50

      Danke liebe Emily 🙂
      Das freut mich total, dass ich dich mit meinem Blog motivieren kann.
      Ganz liebe Grüße,

      Lou

  • Avatar
    Vanessa
    4. Oktober 2017 at 11:20

    Liebe Lou,

    Ich finde den Beitrag wunderbar. Und nicht, weil du etwas geposted hast, sondern, weil du ehrlich zu dir bist und deinen Gefühlen nachgehst. Diese Perfektion für Andere ist schrecklich, die man auf Instagram und generell in der virtuellen Welt sieht. Perfektion sollte für sich selbst gelten. Perfekt für sich sein, so, dass man selbst zufrieden mit sich, seinem Leben, seinem Körper und seinen Gefühlen ist. Wenn andere da gerne dran teilhaben, dann ist das schön. Aber man sollte sie nicht teilhaben lassen müssen. Ich bin selbst nicht immer im reinen mit mir und teile das in der realen Offline-Welt, wie du es so schön genannt hast, mit meinem Partner und meiner Familie. Auch wenn ich mit mir im reinen bin, lasse ich es andere, die es interessiert wissen. Aber nicht aus Zwang, sondern weil es mir in diesem Moment passt. Und genau so, sollte auch das Bloggen funktionieren. Teilhaben lassen, wenn es einem selbst passt und nicht, wenn es anderen gerade langweilig ist.
    Ich habe durch eine große Veränderung in meinem Leben auch angefangen mehr über meine Umgebung, die Umwelt, die Menschen in meinem Leben und auch mein Verhalten nachzudenken. Man nimmt vieles als selbstverständlich hin. Es ist selbstverständlich, dass der Partner da ist. Es ist selbstverständlich, dass die Sonne scheint. Es ist selbstverständlich, dass man in den Supermarkt rennt und sich Fleisch, Obst, Gemüse kauft, was aus Massenproduktion, Massentransfer und Massenimport kommt. Und wofür? Dafür, dass man nichts mehr wertschätzt, was man hat. Ich sehe manchmal Menschen, die sich darüber aufregen, dass es nicht das zu essen gibt, was sie gerade gerne hätten. Obwohl die Mutter, Freundin, der Freund, der Vater o.ä. stundenlang in der Küche standen, um diesem Menschen eine Freude zu machen. Man freut sich nicht mehr über kleine Aufmerksamkeiten, weil es selbstverständlich ist. Und genau das regt mich generell auch auf. Es ärgert mich.
    Das beste Beispiel: Mein Freund kommt um 23:55 Uhr bei mir vorbei, da wir am nächsten Tag Jahrestag haben, steht vor meiner Tür, nimmt mich in den Arm, gibt mir die Rose und wünscht mir einen schönen Jahrestag um genau 0:00 Uhr. Ich habe mich riesig gefreut, weil es eben nicht selbstverständlich ist. Eine Freundin von mir: Hätte er es nicht gemacht, wäre es schon scheiße.
    Nein wieso? Selbst wenn er mich nur in den Arm genommen hätte einmal oder wir nur kurz telefoniert hätten, hätte ich mich genau so gefreut für den gesamten Tag.
    Viele nehmen zu viel selbstverständlich und da sollte sich einfach was ändern.

    Ich finde deine Einstellung sehr gut und finde es gut, nicht immer auf Abruf zu sein und zwanghaft für andere etwas machen zu müssen. Bleib bitte so wie du bist

    Liebe Grüße
    Vani

    • Lou
      Lou
      4. Oktober 2017 at 15:49

      Das hat du so schön geschrieben und ich sehe jede einzelne Zeile ganz genau so wie du!:)

  • Avatar
    Jessica
    13. Oktober 2017 at 18:26

    Du bist toll, so wie du bist & das musst du niemandem beweisen ?? Toller Beitrag!

  • Avatar
    Hanna.
    16. Oktober 2017 at 8:01

    Ich finde es wunderschön wie du das alles in worte fasst. Mir hilft es immer wieder, deine Beiträge zu lesen und daran erinnert zu werden, dass wir nicht darauf ausgelegt sind, perfekt zu sein und immer zu funktionieren in einer Gesellschaft, die einem dies so häufig vermittelt. Überall sehen wir Werbung mit “perfekten Menschen“ und so oft werden unsere Leistungen vergleichen mit anderen. Wie gut sind unsere Noten, welches Studium erreichen wir, wie zeigen wir uns in einem Job, haben wir den perfekt definierten Körper und am besten noch einen perfekten Partner.
    So oft lässt man sich davon beeinflussen, fühlt sich schlecht und vergisst dabei ganz, wie viel wichtiger doch andere Werte sind und das es natürlich ist, nicht nur zu funktionieren.
    Das heißt ja nicht, sich auf die faule Haut zu legen, aber es heißt, das zu tun, wofür man Feuer und Flamme, dabei so viel zu geben wie man es selbst möchte und auch nur weil man es selbst möchte und nicht weil es von einem abverlangt wird. Und vor allem heißt es auch, sich pausen zu nehmen, Emotionen zu zulassen und die wirklich schönen Momente mit Menschen die einem wichtig sind, nicht aufzugeben.
    Ich denke nicht, dass man richtig glücklich werden kann, wenn man sich selbst und seinen Körper nicht annehmen kann und vergisst, dass das wichtige die Gesundheit und kein Körper mit Modelmaßen ist.
    Deine Beiträge erinnern immer wieder daran und helfen wirklich, sich nicht zu sehr den Maßen der Gesellschaft anzupassen, mehr auf sich selbst zu vertrauen und das Leben richtig wahrzunehmen, dankbar zu sein und zu leben.
    Danke dafür 🙂

  • Avatar
    Isabel
    27. Oktober 2017 at 7:28

    Liebe Lou,
    erstmal möchte ich „Danke“sagen. Danke für diese wunderbaren, inspirierenden Texte. Danke, dass du deine Gefühle und Emotionen mit uns teilst (was bestimmt auch nicht immer einfach ist). Du sprichst aus, was viele denken und fühlen, jedoch nicht in Worte fassen können.
    Je älter ich werde, desto mehr beschäftige auch ich mich mit den Themen „Selbstliebe / Selbstakzeptanz“, „Was ist für mich Glück bzw. was bedeutet für mich Glücklich sein?“ etc. und natürlich auch mit den Menschen, denen es genauso geht und die ihre Gedanken und Gefühle öffentlich preisgeben. Es inspiriert mich und regt mich zum Denken an.
    Ich finde dich toll und folge dir gerne – bleib bitte so wie du bist. Denn du regst zum Umdenken an und das ist, meiner Meinung nach, unglaublich wichtig zur heutigen Zeit.
    PS. Du hast ein wirkliches Talent zum Schreiben.

  • Avatar
    Nicki
    9. November 2017 at 19:38

    Liebe Lou,
    Ich finde deinen Wandel mehr als bemerkenswert! Schon deinen Weg zu mehr Selbstliebe habe ich mit Spannung verfolgt und fand es toll, wie du dich nicht hast unterkriegen lassen. In der Beziehung bist du ein echtes Vorbild für mich und ich hoffe, dass die Botschaft auch irgendwann in meinem Kopf/Herz ankommt. Seit Dezember 2016 habe ich auch das Thema Minimalismus für mich entdeckt und versuche im Zuge dessen auch nachhaltiger zu leben. Es ist immer schön, gleichgesinnte Menschen zu finden und ich bin gespannt wie deine (und auch meine) Reise weitergeht. Mach weiter so und lass dich nicht unterkriegen.
    Alles Liebe, Nicki

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