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Das größte ökologische Verbrechen: Fliegen

Meine Überschrift ist gewagt, provokant und bewusst gewählt. „Eine Flugreise ist das größte ökologische Verbrechen“. Diesen Satz las ich letztens in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung. Fliegen ist umweltschädlich. Mit dieser Aussage mache ich mich angreifbar, denn ich fliege immernnoch ab und an. Und wenn ich mich in einen meiner Leser hineinversetze, die dieses Verhalten kritisieren, kann ich sogar verstehen, dass es paradox klingt. Im Alltag versuche ich Plastik zu vermeiden, Reise innerhalb Deutschlands mit der Bahn und versuche Strom zu sparen. Wie passt dieser Lebensstil mit dem Fliegen zusammen? Gar nicht. Und darauf möchte ich in den kommenden Zeilen näher eingehen. Ich werde meine Hose runterlassen. Mache mich bewusst verletzbar. Und gebe euch Recht.

Fliegen ist die energieintensivste Art, sich fortzubewegen. Verglichen mit einer Flugreise, wird bei einer Bus- oder Bahnreise laut NABU im Durchschnitt nur ein Drittel der Energie benötigt. Bereits bei einem Urlaubsflug nach Mallorca verursacht jeder Fluggast fast so große Klimaschäden wie durch ein Jahr Autofahren. Bei einem Flug nach Teneriffa liegt die Klimawirkung pro Fluggast unter günstigsten Rahmenbedingungen sogar fast 50 Prozent höher als bei einem Jahr Autofahren. Aber was genau ist eigentlich so umweltschädlich daran, wenn ich in ein Flugzeug steige?

Nicht nur der Ausstoß von CO2 ist umweltbelastend. Bei der Verbrennung von Kerosin entstehen laut Umweltbundesamt auch Substanzen wie Stickoxide, Aerosole und Wasserdampf. Diese Substanzen tragen auch zur Erwärmung der Erdatmosphäre bei. Sie wirken sich in luftiger Höhe durch den nur  langsamen Abbau stärker aus als am Boden und vergrößern dadurch den Treibhauseffekt wie folgt:

  • Stickoxide bauen unter der Sonneneinstrahlung Ozon auf, das in Reiseflughöhe als starkes Treibhausgas wirkt.
  • Der Ausstoß von Aerosolen (Partikeln) und von Wasserdampf führt zu einer Veränderung der natürlichen Wolkenbildung.
  • Diese verschiedenen Effekte summieren sich derart, dass die Treibhauswirkung des Fliegens im Durchschnitt etwa zwei- bis fünfmal höher ist als die alleinige Wirkung des ausgetsoßenen CO2.

Es wird also deutlich, dass Fliegen für unsere Umwelt nicht gesund ist. Und das ist auch schon der erste Schritt. Bewusstsein schaffen. Denn viele Menschen wissen gar nicht, was am Fliegen so schädlich ist. Auch ich habe früher überhaupt nicht darüber nachgedacht, wenn ich in den Flieger gestiegen bin. Bei mir kommt generell meine enorme Flugangst hinzu, so dass ich oft automatisch bewusster überlegt habe, ob ich ein Flugzeug als Transportmittel wählen soll oder nicht.

Es gibt einige Dinge in meinem Leben auf die ich verzichten kann. Alltagsgegenstände, Kreuzfahrten mit dem Schiff, Chips aus der Tüte. Mir ist bewusst, dass diese Beispiel, wenn man die Ökobilanz dem Fliegen entgegensetzt, ein Lacher sind. Aber sie werden von mir mit Leidenschaft und Respekt umgesetzt. Ich setze sie aus Überzeugung um, weil ich glaube, dass jeder von uns an Schrauben drehen kann, um unsere Welt zu reparieren. Jetzt stellt sich die Frage, weshalb ich dem Fliegen nicht denselben Respekt entgegenbringe wie meiner Chipstüte. Und diese Frage ist berechtigt. Und um ehrlich zu sein, kann ich euch als Leser keine zufriedenstellende Antwort darauf geben.

Innerhalb Deutschlands fliege ich nicht mehr. Ich nehme mir lieber einen Tag früher Zeit, um nach München zu kommen und fahre sechs Stunden mit der Bahn. Für Meetings, die ich mit Kunden habe schlage ich Skype Gespräche vor anstatt für zwei Stunden von Hannover nach Hamburg mit dem Flugzeug zu reisen. Denn dank unserer Digitalisierung können wir persönliche Gespräche führen ohne nebeneinander zu sitzen. Ich achte darauf, dass ich Flüge nur dann antrete, wenn ich verhältnismäßig lange Zeit (drei Wochen) in dem jeweiligen Land verweile und ich zahle bei jedem Flug eine Ausgleichszahlung über Atmosfair. Letztens habe ich ein verführerisches Angebot erhalten. Vier Tage Mauritius – kostenlos. Ich sollte ein neues Zero Waste Hotel testen. Für vier Tage hatte ich mich letztendlich dagegen entschieden, weil mir der Flug Bauschmerzen bereitete.

Was ich damit deutlich machen möchte? Ich wage zu behaupten, dass ich inzwischen achtsamer mit dem Thema Fliegen umgehe. Ganz darauf verzichten werde ich wohl auch weiterhin nicht. Denn viele Projekte, von denen letztendlich auch meine 300.000 Leser profitieren, in dem ich ihnen Berichterstattungen liefere und zum Nachdenken anrege, finden im Ausland statt. Jetzt bin ich am Ende angelangt und merke selbst, dass ich keine Antwort liefern kann, die mich selbst zufrieden stellt. Ich reise mit einem schlechten Gewissen, wenn ich ein Flugzeug betrete und mach es trotzdem. Also bin ich weiterhin mitverantwortlich für das größte ökologische Verbrechen: Fliegen.

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19 Kommentare

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    Nataeschle
    11. November 2018 at 13:22

    Liebe Lou, ich finde es gar kein Widerspruch auf die Welt zu achten und ab und an zu fliegen. Ganz ehrlich; wir leben nun mal in einer modernen Welt, wo auch mal ein Flug oder ein coffee to Go dazu gehört. Trotzdem kann man sein Bestes geben, wenn man zu Hause ist in unverpackt Läden kaufen und die Botschaft weiter verbreiten. Genau diese Balance find ich perfekt!

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    Toni
    11. November 2018 at 15:17

    Liebe Louisa,
    das Fliegen ist durch die Relevanz deiner Botschaft und deine Reichweite in den sozialen Netzwerken gerechtfertigt. Dein Aktivismus und deine Projekte verlangen stellenweise nun mal ein Handeln, das im ersten Augenblick kontrovers erscheinen mag. Bei der Kontroverse Fliegen/Umweltschutz darf in deinem speziellen Fall das große Ganze allerdings nicht außer Acht gelassen werden. Du erreichst zahlreiche Menschen. Du bringst sie dazu, ihr Verhalten zu überdenken, sich zu verändern. Wir Menschen müssen genau diese Bilder sehen, die du uns zeigst, damit die Realität real für uns wird und wir beginnen, an uns zu arbeiten. Und genau daraus resultiert deine Berechtigung, in den Flieger zu steigen.

    Ich sende dir liebe Grüße und danke dir von ganzem Herzen, dass du das machst, was du machst, genauso wie du es machst.

    Liebe Grüße, Toni

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    Hauske Malin
    11. November 2018 at 15:37

    Ich finde es toll wie du es machst & ich finde auch, dass du oder jeder, ein Recht darauf hat etwas von der Welt zu sehen & da ist eben fliegen oftmals der einzige Weg. Nach Kanada mit dem Zug geht eben schlecht & paar Wochen zu brauchen um in einem Frachter den Flieger zu meiden ist ebenfalls utopisch.
    Das immer so viele Leute an dir rum meckern & sich teilweise sehr unverschämt verhalten, geht gar nicht! Mach weiter so! Du bist Vorbild & eifnach nur spitze!

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    Silvi
    11. November 2018 at 15:52

    Louisa, du bist toll!

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    Steffi Thurau
    11. November 2018 at 16:47

    Liebe Louisa,
    ich finde den Blogeintrag große Klasse. Auch ich versuche, immer mehr auf Plastik zu verzichten und umweltbewusster zu leben. Aber es sollte eben auch mit Leidenschaft und nicht mit Selbstgeißelung zu tun haben. Finde es gut, dass du das mal thematisiert hast. Es kommt darauf an, dass man überhaupt etwas tut und nicht darauf, dass man perfekt ist.

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    Lena
    11. November 2018 at 18:24

    Ich finde, das ist einfach total die Doppelmoral, dass man sich als Blogger für den Umweltschutz einsetzt und dann ständig fliegt. Ich habe auch schon gemerkt, dass du weniger fliegst – aber trotzdem noch mehr als der Durchschnittsmensch und viele andere Blogger wie Daria machen fast jeden Monat Langstreckenflüge und empfinden sich selbst dann als umweltbewusst, weil sie eine Ausgleichssteuer zahlen, sich kein Food to Go kaufen und im Unverpacktladen etwas Plastik sparen. Also sorry aber da ist meine Energiebilanz mit meistens einem Flug (und das meist keine Langstrecke) pro Jahr besser und das obwohl ich kein „Umweltblogger“ bin und nicht jede Plastikverpackung vermeide (manchmal geht es halt nicht wenn man auf bestimmte Lebensmittel nicht verzichten mag).

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    Daniela
    12. November 2018 at 7:37

    Jeder trägt sein Päckchen und jeder schaut, was er für einen Beitrag leisten kann. Ich fliege nie, in meinen 37 Jahren habe ich keine 5 mal in einem Flugzeug gesessen. Ich fahre eher mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit, auch wenn es länger dauert. Ich nehme keine Tüte mehr für mein Obst und Gemüse und lege es unverpackt aufs Band. Aber ich esse unregelmäßig Fleisch (bezeichne mich als Flexitarier) und trinke Milch, auch wenn mit schlechten Gewissen. So macht jeder das, womit er sich identifizieren kann.

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    Bella
    12. November 2018 at 8:37

    Wir waren dieses Jahr in Warnemünde… nach 2h hatten wir so Kopf- und Halsschmerzen das der Urlaub mehr als belastend war. Irgendwann erzählte uns dann ein Einheimischer das die Luft durch die Kreuzfahrtschiffe so sehr verpestet ist dass es bei Menschen die es nicht gewöhnt sind schnell zu irgendwelchen Belastungen kommt.

    Der Sinn dieser Geschichte: Solange wie es noch Menschen gibt die es für nötig halten 3 mal im Jahr eine Kreuzfahrt zu machen (am besten noch mit dem Flugzeug zum Ort der Abfahrt fliegen) kann ich, glaube ich, damit leben das ich maximal einmal im Jahr einen Urlaub auf Mallorca mache und dort hin fliege.

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    Marius
    12. November 2018 at 22:50

    Wenn wir den klimaverträglichen Ausstoß von ca. 2500 kg CO2 pro Jahr pro Person anstreben, müssen wir unseren Lebensstil radikal ändern. Hier ein paar kleine Rechnungen, die ich mit Daten aus dem Internet erstellt habe:

    Fliegen:
    – CO2 pro Kilometer: 0,23 kg
    Flug nach Mallorca hin und zurück:
    – Entfernung: 2800 km
    => 644 kg CO2 pro Person

    Plastik:
    – Verbrauch Plastik im Jahr im Durchschnitt: 611 kg (37 kg für Verpackungen)
    – CO2 pro Kilogramm Plastik für die Herstellung aus Rohöl und anschließender Müllverbrennung: 5 kg
    => 3055 kg CO2 pro Jahr pro Person

    Autofahren:
    – Entfernung pro Kopf im Jahr im Durchschnitt: 13.922 km
    – CO2 Ausstoß pro Flottenkilometer im Durchschnitt ab 2020 (Vorgabe EU): 0,095 kg
    => 1.323 kg CO2 pro Jahr pro Person

    Heizen:
    – Durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf: 42,7 qm
    – CO2 pro qm (niedriger Durchschnittswert): 47,1 kg
    => 2011 kg CO2 pro Jahr pro Person

    Wir müssen viel mehr tun, als “nur“ Plastik einsparen. Wenn wir in einem warmen Zuhause wohnen möchten, können wir nicht mal das Auto zur Fortbewegung benutzen. Alleine mit Heizen und Autofahren verbrauchen wir zu viel CO2.

    • Lou
      Lou
      14. November 2018 at 22:29

      Hallo Marius! Ich weiß nicht, wieso du mich „nur“ auf Plastik reduzierst. Letzte Woche gab es eine Energiewoche in der genau das thematisiert wurde. Jeder kann was tun. Besser, als komplett egoistisch weiterzuleben. Und es wird immer Dinge geben, in denen JEDER von uns egoistisch ist.

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    Romy
    13. November 2018 at 2:54

    Ich finde diesen Beitrag beängstigend. Man sieht den Fehler ein, ist sich dessen bewusst und reagiert trotzdem nicht darauf. Für mich ist das Zuhören und dann trotzdem Wegkucken. Genau du könntest sagen:Ja wir leben in einer Welt der Vielflieger; und ich, ich entscheide mich dagegen WEIL es so schädigend ist. Die kleinen Sache zählen fast nichts im Vergleich zur Klimakiller: dem Flieger. Ich bin unendlich enttäuscht, übernimmt von den Influencer niemand diese Rolle. Zero Waste Vegan etc. ja. Auf Fliegen zu verzichten?, Nein. Dafür setzt sich niemand ein. Auch ohne Flüge ins Ausland zu gehen, dass sollte vermarktet werden. Bin echt niedergeschlagen nach diesem Post. Dachte du kriegst die Kurve und sagst es sei deine letzte Reise da du so sensibilisiert auf das Thema zu scheinen seist. Fliegen ist eine Art Egoismus, denn ausser man selber profitiert niemand davon. Klar kann man Bilder zeigen, aber das kann man auch wenn man mit Leuten in Kontakt tritt. Dann noch alle die Kommentare hier, die das Weggsehen und Nachlässigsein unterstützen. Ich weiss auch nicht…. bin echt enttäuscht weil ich dachte : endlich mal jemand der den Leuten auch mal eine Inspiration sein kann. Schlussendlich hat mein Vater, der Fleisch isst, Auto fährt und Plastik in grosser Menge verbraucht eine 1000x bessere Klimabilanz als jemand wie dich… nur weil er Flugangst hat und noch nie in seinem Leben gefloge ist. Wann gibts wohl ein Flugverbot? Vermutlich niemals. Doch die Erde würde es begünstigen. Scheinbar kann niemand auf Fernreise mit Flieger verzichten.

    • Lou
      Lou
      14. November 2018 at 22:27

      Genau, in unserer heutigen Gesellschaft wirst du es einfach nicht hinbekommen, dass niemand mehr fliegt. Dann doch mehr darauf sensibilisieren, dass man mehr mit dem Zug fährt, nach Schweden die Fähre benutzt und achtsam einen Urlaub bucht – nicht für einen Kurztrip; sondern einen längeren Urlaub.

  • Avatar
    Andrea
    30. November 2018 at 17:19

    Hallo liebe Louisa,
    ich habe selbst einen kleinen Blog und bin in der grünen Blogger Szene (wie ich sie mal jetzt nenne) noch neu. Ich folge dir also auch noch nicht so lange. Und auch mein eigenes Leben habe ich noch nicht so lange umgestellt (lebe seid 3 Monaten vegan,Mode wird umgestellt,vermeide Plastik etc).
    Aber ich muss jetzt schon sagen das ich es unfassbar schade finde was Menschen wie du (oder Maddie,etc etc) sich ständig anhören müssen.
    Ihr bemüht euch alle im privaten,ihr macht auf wichtige Themen aufmerksam – aber wehe ihr habt einmal eine Plastikschale in der Hand oder fliegt (für den Job sogar teilweise!). Das ist so schade denn wenn jeder auch nur ein bisschen umstellen würde ohne zu verzichten wäre schon viel getan.
    Da gibt es dann andere Bloggerinen die innerhalb von Deutschland für ein paar Stunden von A nach B fliegen um zu einem Shoppingevent zu fahren bei dem sie dann noch Sachen verkaufen oder verkaufen wollen die manche dann unüberlegt kaufen nur weil ihre Lieblingsbloggerin da ist und es ihnen empfiehlt. Aber da sagt niemand was…
    Ich finde deinen Content jedenfalls vorbildlich. Ausserdem ist niemand perfekt. Weiter so.
    LG
    Andrea

    • Lou
      Lou
      2. Dezember 2018 at 11:20

      Danke liebe Andrea!

      Das tut ab und zu auch mal sehr gut zu lesen 🙂

      Liebe Grüße,

      Lou

  • Avatar
    Christina
    5. Januar 2019 at 20:01

    Ich bin früher sehr oft geflogen, indes noch nie innerhalb Deutschlands. Inzwischen haben wir eine neue Regel: Wir fliegen nicht mehr innerhalb Europas. Und ich habe festgestellt, dass die Anreise so sogar mehr Spaß macht. Man nimmt sich Zeit und der Weg ist das Ziel. Wir sind allerdings zeitlich recht unabhängig, da wir beide Freiberufler sind. Ein „normaler“ Mensch, der vielleicht nur 5 oder 6 Wochen Urlaub im Jahr hat und etwas von der Welt sehen will, tut sich da sicher schwerer….

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    Lidia
    13. Januar 2019 at 14:53

    Finde es schön, dass du über die Umweltschäden durch das Fliegen aufmerksam machst. Mir wurde das ganze erst bewusst, als ich selber als Flugbegleiterin anfing zu arbeiten. Vor allem blutet mir das Herz, wenn ich sehe wie enorm viel Plastikmüll in der Flugbranche verbraucht wird und nichts davon wird leider recycelt.

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    Christian
    17. Januar 2019 at 9:19

    Auch hier: Sehr lesenswerte Gedanken, und allein dass du dir die Gedanken machst unterscheidet dich schon von grob geschätzt 95% deiner Mitbürger. Aber, und eigentlich ist es ein großes Aber: Da geht noch mehr, oder eben weniger. Meine Frau und ich reisen auch gerne. Aber nicht mehr um jeden Preis. Wir haben uns zwei Limits gesetzt. Das Erste: Wir bleiben in Europa. Keine Interkontinentalflüge mehr. Es gibt auf unserem Kontinent so viel zu sehen, mehr als zwei Menschen in zwei Leben sehen können. Das einzuhalten fällt uns nicht schwer. Das Zweite, viel schwerer: Wir fliegen nur alle zwei Jahre einmal. Keine alljährlichen Reisen in den von meiner Frau so geliebten Süden. Keine alljährlichen Reisen hoch in den Norden, wo ich so gerne bin. Nein. Stattdessen geht es mal nach Dänemark, mal nach Belgien – mit dem Zug, gelegentlich mal mit dem Auto. Aber auch mit Zug, Schiff, Zug nach Schweden oder Schottland. Möglichkeiten gibt es, sie erfordern aber auch ab und zu mal Verzicht. Mittlerweile empfinde ich diesen Verzicht als die eigentliche Belohnung: Alles wird bewusster, das Reisen entschleunigter, die zwei Wochen Griechenland oder Lanzarote alle zwei Jahre werden zu etwas viel Größerem. Nein, du musst das nicht genauso machen, mach das so, wie du dich wohlfühlst. Auch hier noch mal: Danke für deine Gedanken, danke für dein Wesen. Ich empfinde es als extrem bereichernd, bei dir zu lesen.

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    Alicia
    29. April 2019 at 15:11

    Hallo, ich finde deinen Beitrag sehr interessant. Nun fliege ich bald in Urlaub mit drei Freundinnen.. Ich möchte den Urlaub nicht missen und suche nun nach einer CO2-Kompensationsmöglichkeit. Gibt es Organisationen oder Webseiten, die du mir empfehlen kannst? Oder vielleicht hat einer der anderen Leser damit schon Erfahrungen gemacht. Ich bin über jede Empfehlung froh 🙂

  • 15 Blogs und Webseiten zum Thema Nachhaltigkeit – undiversell
    5. Mai 2019 at 21:28

    […] zu den Themen Umweltschutz, Politik, Nachhaltigkeit und Selbstliebe etwas zu sagen hat.  Beiträge über die Ökologie bei Flugreisen, Minimalismus im Kleiderschrank oder zum Thema Selbstliebe und Feminismus zeigen viel von ihr […]

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